Jetzt exklusiv im Gartenbaukino

THOSE WHO FEEL THE FIRE BURNING

Ein Film von Morgan Knibbe

NL 2014
75 min, OmU, digital

Regie Morgan Knibbe
Drehbuch Morgan Knibbe
Kamera Morgan Knibbe
Schnitt Xander Nijsten
Ton Taco Drijfhout, Noah Pepper, Jan Schermer, Vincent Sinceretti
Musik Carlos Dalla-Fiore, Juho Nurmela

Termine

wie ein Dokument aus einer anderen Welt.

ORF.at

 

Die Nacht ist tiefschwarz, das Meer stürmisch. Heftige Wellen beuteln das kleine Boot voller Flüchtlinge und ein kleines Mädchen weint – sie will nicht nach Europa. Plötzlich geht ein alter Mann über Bord, er versucht die helfenden Hände zu fassen – schafft es aber nicht mehr und ertrinkt. Dies ist der Ausgangspunkt für Morgan Knibbes sehr nahe gehenden, unkonventionellen und poetischen Film über die Situation derjenigen Flüchtlinge, die über das Mittelmeer übersetzen. Das Paradies, das gelobte Land, auf das sie hoffen, eröffnet sich Ihnen genauso wenig wie dem alten ertrunkenen Mann, dessen Seele fortan als Geist die südlichen Grenzen Europas absucht. Aus dem Wasser erhebt sich die Kamera über die nächtlich beleuchteten Städte am Rande Europas: von Lampedusa über viele anderen Inseln und Städte an denen Flüchtlingsboote landen.

Knibbe erlaubt sich den Kunstgriff die Kamera nun mit dem Blick des alten Mannes gleichzusetzen, der ab jetzt als Geist die Situation derjenigen, die die Bootsreise überlebt haben, beobachtet. Er sieht Menschen, die wie Hunde von der Straße verscheucht werden, eine drogenabhängige Mutter die kaum mehr Hoffnung hat aus ihrer Situation zu entfliehen, Menschen die verzweifelt versuchen in Cargo Schiffen Unterschlupf zu finden oder überfüllte Notschlafstellen. Die eingefangenen Stimmen und Stimmungen der Personen ergeben einen Flickenteppich an Erinnerungen, Träumen und Wünschen die in dieser Zwischenwelt gefangen zu sein scheinen.

 

 

Die Kamera-Arbeit von Morgan Knibbe ist hierbei wirklich erstaunlich und führt immer wieder zu Orientierungslosigkeit in dieser Welt in die er uns entführt. Er spielt mit der Perspektive des alten Mannes, die zur Perspektive des Zusehers wird, und bleibt visuell immer sehr einnehmend. Irgendwann fühlt man sich selbst in dieser Zwischenwelt gefangen. Maya McKechneay schreibt: "Knibbe hebt den dokumentarischen „Fly on the Wall“-Stil mit Hilfe seiner Drohnenflüge auf ein ganz neues Level: „Ghost in the Air“."

 

Morgan Knibbe legt mit THOSE WHO FEEL THE FIRE BURNING ein erstaunliches Debüt vor, und der Film wird als Anwärter für die Academy Awards in der Kategorie Dokumentarfilm gehandelt. Der Film feierte seine Premiere beim Dokumentarfilmfestival IDFA in Amsterdam und war auch in Kanada beim HOT DOCs Festival zu sehen. In Österreich konnte man den Film in Linz beim Crossing Europe Filmfestival in der neuen Sektion Cinema Next Europe zum ersten Mal entdecken.  

Morgan Knibbe fiel schon mit seinem experimentellen Kurzfilm A TWIST IN THE FABRIC OF SPACE (2012) sowie mit einem anderen Kurzfilm: SHIPWRECK (2014) auf. Letzerer ist ein Teil von THOSE WHO FEEL THE FIRE BURNING und gewann 2014 gleich zwei Preise in Locarno.

Ab 18. Dezember exklusiv im Gartenbaukino!

 

Pressestimmen

Taking obvious cues from Terrence Malick and Gaspar Noe to probe Fortress Europe through the "eyes" of a wandering specter, the picture's form of magical realism generated enough interest, heat and critical enthusiasm

Hollywood Reporter, Neil Young

Stunning visual camera play meets the very real crisis of illegal EU immigration in this original and experimental documentary. [...] Visually and emotionally arresting, Those Who Feel the Fire Burning is a unique hybrid that grafts the unwelcoming realities and outdated fantasies of the milk and honey dream.

HOT DOCS, Myrocia Watamaniuk

Verleih

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  • bei der Eröffnung im Dezember 1960 Kirk Douglas anwesend war?
  • das Kino anfangs 900 Sitzplätze hatte?
  • das Gartenbaukino mit 736 Sitzplätzen der größte Kinosaal Wiens ist?
  • das Kino seinen Namen der "k.k. Gartenbau-Gesellschaft" zu verdanken hat, in dessen Ringstraßen-Palais das alte Gartenbau-Kino 1919 errichtet wurde?
  • das Gartenbaukino als erstes Kino Österreichs 70mm spielen konnte?
  • das Kino seit Anfang 2016 wieder 70mm spielfähig ist?
  • die Viennale bereits seit 1973 das Gartenbaukino als Spielstätte nutzt?
  • es bis Anfang der 80er Jahre vor den Vorstellungen eine Modeschau gab, wo aktuelle Kollektionen der großen Modehäuser präsentiert wurden?
  • die analogen Projektoren (Philips DP70 mit den Seriennummern 2032 und 2038) seit Eröffnung die selben und nach wie vor in Betrieb sind?
  • im Saal des Kinos 383 Glühbirnen installiert sind?
  • das Gartenbaukino als einziges Kino Österreichs mit einer Cinerama-Leinwand ausgestattet war?
  • der Preis einer Kinokarte im Gartenbaukino bei Eröffnung 1960 zwischen 12 und 40 Schilling lag?

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