Heute Mittwoch zum letzten Mal im Gartenbaukino!

THE LOOK OF SILENCE

Ein Film von Joshua Oppenheimer

DK/NO/FIN/Indonesien/GB 2014
103 min, OmU, digital

Regie Joshua Oppenheimer
Kamera Lars Skree
Schnitt Niels Pagh Andersen

Termine

tiefgründig, visionär und überwältigend.

Werner Herzog

Durch Joshua Oppenheimers filmische Arbeit mit den Verantwortlichen des Genozids in Indonesien 1965/66 (THE ACT OF KILLING) erfährt eine Familie, unter welchen Umständen ihr Sohn getötet wurde und wer die Mörder waren. Der jüngste Bruder beschließt, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen. Er überwindet die Angst, unter der die Angehörigen und Nachfahren der Opfer bis heute leiden, und tritt den Männern gegenüber, die seinen Bruder auf dem Gewissen haben – unvorstellbar in einem Land, in dem die Mörder noch immer an der Macht sind.

Oppenheimer lenkt die Aufmerksamkeit dieses Mal also auf die Opfer der Diktatur. Sie wohnen noch immer Tür an Tür mit den Tätern, die damals ihre Angehörigen töteten und die sie auch heute noch auf die eine oder andere Weise unterjochen. Joshua Oppenheimer fragt diese Mütter, Kinder und Überlebende nach ihren Gefühlen in Bezug auf das, was damals geschehen ist. Darüber hinaus will er wissen, wie die Betroffenen heute mit diesen Ereignissen umgehen.

 

SONDERVORSTELLUNG AM 11. November, 20:00 Uhr

Joshua Oppenheimer kann zwar leider nicht in Wien sein - aber er verbindet sich mit uns über Skype! Nach der 20:00 Uhr Vorstellung am 11. November wird es ein SKYPE- Q&A mit ihm geben.
In Kooperation mit FM4. 

 

STATEMENT DES REGISSEURS

THE ACT OF KILLING ging der Frage nach: Was passiert mit uns, wenn die Welt, in der wir leben, nur auf Gewalt und Lügen basiert? THE LOOK OF SILENCE will nun erkunden, wie es ist, ein Überlebender in solch einer Welt zu sein. Jeder Film, der Überlebende eines Völkermords porträtieren will, ist zwangsläufig wie ein Gang durch ein Minenfeld voller Klischees. Die meisten Filme laufen Gefahr, die Protagonisten als Helden oder gar als Heilige zu zeigen, mit denen wir Zuschauer uns identifizieren können. Das gibt uns das beruhigende Gefühl, dass wir nicht annähernd so schlechte Menschen sind wie die Verantwortlichen dieser Gräueltaten.
Doch Überlebende als Heilige zu präsentieren, damit wir uns selbst beruhigen können, bedeutet, diese Überlebenden zu missbrauchen, um uns selbst zu täuschen. Wir beleidigen damit geradezu die schlimmen Erfahrungen, die sie in ihrem Leben machen mussten. Und wir verstehen nicht einmal ansatzweise, was es heißt, solch ein Leben führen zu müssen, das durch Gewalt erschüttert wurde. Eine Gewalt, über die bis heute nicht gesprochen werden darf – aus Angst vor den Tätern.

Um uns auf diesem Minenfeld voller Klischees sicher bewegen zu können, mussten wir zuerst das Schweigen der Überlebenden erforschen. Das Ergebnis ist THE LOOK OF SILENCE. Der Film soll dem Zuschauer wie ein Gedicht erscheinen, das vom Schweigen getragen wird. Ein Gedicht über die Notwendigkeit, das Schweigen zu durchbrechen, aber auch über das Trauma, das Menschen dabei erleiden können. Der Film setzt der Stille ein Denkmal – er erinnert uns daran, dass wir nichts mehr zusammenfügen können, das einmal zerbrochen ist, obgleich wir weitermachen wollen, wegschauen und an schönere Dinge denken möchten. Nichts und niemand wird die Toten erwecken. Wir müssen jedes ausgelöschte Leben ehren und uns bemühen, die Stille, die jedem Tod folgt, zu hören.


Der Film wurde auf unzähligen Festivals aufgeführt & ausgezeichnet. Im Jahr 2014 gewann er den GRAND JURY PRIZE in Venedig und wurde u.a. für das Toronto International Film Festival ausgewählt.

 

Pressestimmen

Piercingly and authentically horrifying"; "a must-see... arresting and important film-making.

The Guardian

Shocking...[an] anguishing new light...cast on the darkest reaches of human evil.

The Hollywood Reporter

Stunning...a high-wire achievement...with crushing emotional impact.

Variety

Verleih

Links

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wussten Sie dass ...

  • bei der Eröffnung im Dezember 1960 Kirk Douglas anwesend war?
  • das Kino anfangs 900 Sitzplätze hatte?
  • das Gartenbaukino mit 736 Sitzplätzen der größte Kinosaal Wiens ist?
  • das Kino seinen Namen der "k.k. Gartenbau-Gesellschaft" zu verdanken hat, in dessen Ringstraßen-Palais das alte Gartenbau-Kino 1919 errichtet wurde?
  • das Gartenbaukino als erstes Kino Österreichs 70mm spielen konnte?
  • das Kino seit Anfang 2016 wieder 70mm spielfähig ist?
  • die Viennale bereits seit 1973 das Gartenbaukino als Spielstätte nutzt?
  • es bis Anfang der 80er Jahre vor den Vorstellungen eine Modeschau gab, wo aktuelle Kollektionen der großen Modehäuser präsentiert wurden?
  • die analogen Projektoren (Philips DP70 mit den Seriennummern 2032 und 2038) seit Eröffnung die selben und nach wie vor in Betrieb sind?
  • im Saal des Kinos 383 Glühbirnen installiert sind?
  • das Gartenbaukino als einziges Kino Österreichs mit einer Cinerama-Leinwand ausgestattet war?
  • der Preis einer Kinokarte im Gartenbaukino bei Eröffnung 1960 zwischen 12 und 40 Schilling lag?

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