Sofia Coppola | Die frühen Filme

LOST IN TRANSLATION

Ein Film von Sofia Coppola

USA/Japan 2003
97 min, OmU, 35mm

Regie Sofia Coppola
Drehbuch Sofia Coppola
Kamera Lance Acord
Schnitt Sarah Flack
Ausstattung K.K. Barrett, Anne Ross
Szenenbild Towako Kuwashima, Tomomi Nishio
Kostüm Nancy Steiner
Darsteller Bill Murray, Scarlett Johansson, Giovanni Ribisi, Anna Faris, Fumihiro Hayashi

Termine

Anlässlich von THE BEGUILED, dem schönen neuen Film von Sofia Coppola, für den sie in Cannes mit dem Preis für die Beste Regie ausgezeichnet wurde und der in unserem regulären Programm läuft, spielen wir im Juli eine Auswahl ihrer frühen Filme: THE VIRGIN SUICIDES, LOST IN TRANSLATION und MARIE ANTOINETTE.

 

LOST IN TRANSLATION spielt in Tokyo, wo ein alternder Schauspieler, Bob Harris, Werbeaufnahmen für eine Whiskysorte macht. Im Hotel begegnet er Charlotte: Sie hat eben ihr Philosophiestudium abgeschlossen und begleitet ihren Ehemann, einen Fotografen, der für Charlotte weder Augen noch Zeit hat. So entsteht ein Freiraum, in dem sich Bob und Charlotte allmählich näher kommen. Ihre wachsende Vertrautheit kontrastiert mit den vielfältigen Formen der Entfremdung: Tokyo erscheint wie eine Zauberwelt, hypermedialisiert, voller Spiegelungen, Displays, Leuchtreklamen und Virtual-Reality-Salons, in denen an Spielkonsolen angeschlossene Kids wilde Bewegungen aufführen. Die Figuren können nicht anders als mit Staunen darauf reagieren. Auch wenn sie sich oft in ihre Hotelzimmer zurückziehen und die Stadt aus der sicheren Distanz des 15. Stockwerks betrachten, bleibt Coppolas Blick auf die japanische Fremde doch immer voller Zärtlichkeit: Weder ist er überheblich, noch gibt er die japanischen Alltagsriten und Gepflogenheiten der Lächerlichkeit preis. 

Und das Wunderland Tokyo ist nur die eine Seite der Entfremdung. Die andere ist, dass Lost in Translation auch das Vertraute unheimlich macht. Charlotte erkennt ihren Ehemann nicht wieder, und wenn Bob mit seiner Frau telefoniert, ist sie eine Fremde. Die Dinge spielen ihnen ohnehin unentwegt Streiche: eine Duscharmatur zum Beispiel oder ein Laufband im hoteleigenen Fitnessraum, mit dem Bill Murray einen tollen Tanz vollführt. Das Schönste an Lost in Translation ist, dass Coppola die Begegnung von Bob und Charlotte nicht in die Enge der Bettlaken drängt. Der Film entwirft stattdessen eine vielgestaltige Landschaft der Gefühle, in der Freundschaft, Zärtlichkeit und Begehren gleichermaßen vorkommen. 

   

Pressestimmen

One of the few Hollywood films I have seen this year that has a brain; but more than that, it has a soul.

The Guardian

The film is that rarity of rarities, a grown-up romance based on the deliberate repression of sexual gratification ... when independent films are exploding with erotic images edging ever closer to outright pornography, Ms. Coppola and her colleagues have replaced sexual facility with emotional longing, without being too coy or self-congratulatory in the process.

The New York Observer

While LOST IN TRANSLATION is deeply sad and has a strongly Antonioniesque flavour, it's also a wispy romantic comedy with little plot and some well-observed comic moments.

The Observer

LOST IN TRANSLATION is as bittersweet a brief encounter as any in American movies since Richard Linklater's equally romantic Before Sunrise. But Lost in Translation is the more poignant reverie. Coppola evokes the emotional intensity of a one-night stand far from home—but what she really gets is the magic of movies.

The Village Voice

LOST IN TRANSLATION is found gold. Funny how a wisp of a movie from a wisp of a girl can wipe you out.

Rolling Stone

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wussten Sie dass ...

  • bei der Eröffnung im Dezember 1960 Kirk Douglas anwesend war?
  • das Kino anfangs 900 Sitzplätze hatte?
  • das Gartenbaukino mit 736 Sitzplätzen der größte Kinosaal Wiens ist?
  • das Kino seinen Namen der "k.k. Gartenbau-Gesellschaft" zu verdanken hat, in dessen Ringstraßen-Palais das alte Gartenbau-Kino 1919 errichtet wurde?
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  • die Viennale bereits seit 1973 das Gartenbaukino als Spielstätte nutzt?
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