STANLEY KUBRICK - EINE WERKSCHAU

LOLITA

Ein Film von Stanley Kubrick

USA / GB 1962
152 min, OmU, 2K DCP, 1.66:1, s/w

Regie Stanley Kubrick
Drehbuch Vladimir Nabokov
Kamera Oswald Morris
Schnitt Anthony Harvey
Musik Nelson Riddle
Szenenbild William C. Andrews
Darsteller James Mason, Shelley Winters, Sue Lyon, Peter Sellers

Termine

Nach einer literarischen Skandalaffäre in Großbritannien und einem fulminanten Bestsellererfolg bei der US-Veröffentlichung 1958 wurde der Titel von Vladimir Nabokovs aus der Perspektive eines männlichen, schwärmerisch obsessiven Ich-Erzählers geschriebener Roman „Lolita“ schnell zum stehenden Begriff. Bei der Verfilmung war von Beginn an klar, dass diese ein Balanceakt sein musste: Lolita durfte nicht zwölf sein, sondern in einem Alter, wo man in Teilen der USA Mädchen bereits (ver)heiraten konnte. Ihre Darstellerin Sue Lyon war 14 und musste etwas älter wirken, um eine sexuelle Aktivität zu suggerieren, die der Film quasi zwischen den Zeilen versteckt.

Nabokov hatte eine nicht umsetzbare, später separat publizierte Drehbuchfassung geschrieben, Kubrick verschlankte sie in mehrerer Hinsicht. In seiner Lesart steht bei dem Literaturdozenten, der eine Frau heiratet, nur um an ihre Tochter herankommen, der Wunsch nach Kontrolle im Fokus. James Mason spielt ihn mit seiner spezifischen Unnahbarkeit. Dieser Kontrollwunsch wird verzweifelt, wenn er  – nach dem Unfalltod der Mutter (Shelley Winters) scheinbar am Ziel – realisiert, dass das Objekt seines Begehren eine eigene Agenda verfolgt. Kubrick erweitert dabei die Rolle des Konkurrenten, eines Psychologen mit deutschem Akzent (Peter Sellers). Die einstigen Zensurdebatten lenken ab, letztlich ist Lolita eine dunkel spitze Tragikomödie über eine männliche Illusion, mit dem Automobil als aussagekräftigem Requisit.

 

 

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  • bei der Eröffnung im Dezember 1960 Kirk Douglas anwesend war?
  • das Kino anfangs 900 Sitzplätze hatte?
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