PSYCHO

Psycho
Ein Film von Alfred HitchcockUSA 1960109 min eOV

Teil der Special Reihe NACHTBLENDE

Nachtblende: CREEPY PEEKS

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„Oh, he’s cute but a psycho. a little bit psycho…“ kailey on Letterboxd


Alfred Hitchcock läutete mit PSYCHO den modernen Horrorfilm ein, täuschte das Publikum wie niemand zuvor und inszenierte die ikonischste Mordszene der Filmgeschichte. Und ganz nebenbei unterstellte er nicht nur seinem Antagonisten Norman Bates, sondern auch seinem Publikum Voyeurismus. Ein wichtiger Film, der die CREEPY PEEKS mit Blut verspritzenden Paukenschlägen beschließt.

Marion (Janet Leigh) nutzt die Gunst der Stunde und haut mit 40.000 Dollar von der Arbeit ab. Zurück lässt sie ihr Leben in Armut und eine Affäre, für die sie auf ihr Mittagessen verzichten muss. Absteigen tut sie in einer regenreichen Nacht in einem unbekannten Motel im Nirgendwo. Der junge Besitzer und Hobbytaxidermist Norman Bates (Anthony Perkins) scheint ein kompliziertes Verhältnis zu seiner Mutter zu pflegen und diese Mutter scheint was gegen allein reisende Frauen zu haben …

The best horror film of all time.
The Guardian

Inspiriert wurde der Roman, auf dem der Film beruht, von den wahren Verbrechen des Serienkillers Ed Gein. Er hat mehrere Frauen ermordet und mit der posthumen Verwertung der Körper für Schlagzeilen gesorgt. Da wurden Körperteile aufbewahrt und neu arrangiert, wie die aus menschlicher Haut erstellte Maske, die Tobe Hooper für THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE inspirierte. Hitchcock interessierte sich allerdings mehr für Ed Geins absolute Besessenheit für seine Mutter.

PSYCHO ist ein Paradebeispiel für einen Film, der es auf die Affekte des Publikums angelegt hat. Hitchcocks Anspruch, das Publikum in jeder einzelnen Szene so intensiv wie möglich zu involvieren (und es gleichzeitig am laufenden Band zu täuschen), wird hier auf die Spitze getrieben. Mit in der Filmgeschichte bis dato beispiellosen Twists verursacht er verstörende Perspektivenwechsel, die Zuseher:innen nicht nur zu Voyeur:innen, sondern auf gewisse Weise auch zu Mitwisser- und Täter:innen macht. 

Im Gespräch mit François Truffaut meint er: „In PSYCHO habe ich das Publikum geführt, als ob ich auf einer Orgel gespielt hätte. (…) Er hat keine Botschaft, die das Publikum interessiert hätte. Auch keine besondere schauspielerische Leistung hat es bewegt. Und es gab auch keinen besonders angesehenen Roman, der das Publikum gepackt hätte. Es war der reine Film, der die Zuschauer erschüttert hat. (…) die Art, wie die Geschichte aufgebaut und erzählt ist, hat das Publikum dahin gebracht, auf eine emotionale Weise zu reagieren.“

Psycho
Hinter all dem Kult, der um diesen kuriosen Klassiker gewoben wurde, verbirgt sich in der Tat ein ganz hervorragender Film, dessen Faszination sich einerseits zwar aus der Summe seiner akribisch inszenierten Einzelteile ergibt, andererseits aber wohl jener magischen Gestaltungskunst Alfred Hitchcocks entspringt, deren Geheimnisse sich wenn auch lüften, so doch letztlich nicht vollständig ergründen lassen.
Marie Anderson, kino-zeit.de