Ab 13. Februar im Gartenbaukino
Nach dreißig Jahren als Manager eines legendären Wiener Hotels erfährt Lucius, dass das Gebäude an einen argentinischen Bauträger verkauft wurde, der es abreißen und neu erfinden will. Mit Hilfe seiner Tochter und einer Handvoll treuer Mitarbeiter hält er an dem Leben, das er sich in Wien aufgebaut hat, fest. Was folgt, ist ein Kampf voller Schleichwege, Spione und dem paranoiden Ringen um den Erhalt einer schwindenden Welt – und des einzigen Zuhauses, das er je gekannt hat.
Das Intercontinental sei wie ein riesiges Schiff, meint Willem Dafoe und versucht als Manager des ehrwürdigen Wiener Hotels dessen Untergang zu verhindern. Denn ein argentinischer Investor, gespielt von Gastón Solnicki, plant den Abriss. Der schleichende Verfall ist jedenfalls ersichtlich: im Maschinenraum, den Kabinen und auf dem zugefrorenen Meer der Eislaufbahn. Sogar die legendären Soufflés schmecken nicht mehr. Doch wer offen ist für Erfahrungen, so Dafoe kämpferisch verzweifelt, „kann hier viele schöne Dinge entdecken“. Das gilt auch für diesen wundersamen Essayfilm, in dem der alte Charme des bald nicht mehr existierenden Wahrzeichens zu etwas einzigartig Schönem wird. (Viennale Katalog, Michael Pekler)
THE SOUFFLEUR is as much a tone poem as it is a character study. Dafoe brings ballast and humanity to it, uniting its fragments as Lucius decides what to do with his future.








