LOOSELY HAMLET

LOOSELY HAMLET
Eine kleine Archäologie der Hamlet‑Varianten im Film

Es gibt Stoffe, die sich weigern, zur Ruhe zu kommen. Hamlet gehört zu jenen Geschichten, die jede Epoche neu befragt, weil sie selbst aus Fragen besteht: Was schulden wir den Toten? Was verrät uns die Macht? Wie weit trägt die Wahrheit, wenn sie niemand hören will? Mit HAMNET kehrt diese Unruhe nun in einer zeitgenössischen Form zurück - intim, körperlich, emotional weit geöffnet - und dient uns zum Anlass, eine kleine Archäologie der Hamlet‑Varianten zu betreiben.

Loosely Hamlet versammelt Filme, die den Stoff nicht einfach adaptieren, sondern ihn auseinandernehmen, verschieben, oder verspielt betrachten. Manche folgen der Handlung nur lose, andere greifen eine Figur heraus, wieder andere übersetzen das Drama in ein neues Genre oder eine neue politische Situation. Gemeinsam ist ihnen der Impuls, dass Hamlet kein Monument ist, sondern ein Resonanzraum. Jeder dieser Filme macht deutlich, wie lebendig dieser Raum sein kann und wie viel Freiheit darin steckt, wenn man ihn nicht ausschließlich ehrfürchtig betritt, sondern ebenso neugierig.


Übrigens: Arnies Hamlet-Szene bot sich als lieb-gewitztes Sujetbild an - aber LAST ACTION HERO ist nicht im Programm der Filmreihe.<

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