TOTALLY F***ED UP

TOTALLY F***ED UP
Ein Film von Gregg ArakiUS 199478 min eOV

Teil der Special Reihe RADICAL 90s

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Andy: Greenhouse effect, acid rain, nuclear dumping, no ozone left, the whole planet's a goner. I give it another five years max.

Sex, Drugs and Alienation. Apocalypse, AIDS und Teenage Angst. Death is weird! TOTALLY F***ED UP ist "another homo movie by Gregg Araki" und der Auftakt seiner „Teen Apocalypse Trilogy“.

15 Fragmente von einem Film. Ein Ensemble an jungen, queeren Menschen, die im Mockumantary-Style in die Videokamera monologisieren. Konsum, Fortschritt und neoliberale Lügen über grenzenlose Selbstentfaltung und Individualität stehen in starkem Kontrast zu ihren Slice-of-Life-Schilderungen über Ausgrenzung, Krankheit, Tod und Desillusion. Der Film über eine Jugend die glaubt, nichts mehr zu verlieren zu haben...

One of the most sustained bodies of provocative, in-your-face queer indie filmmaking is found in the work of Gregg Araki.
Geoff King

"Commercial prospects are limited to gay and highly alternative venues", prophezeite Variety seinerzeit - und so abwertend das gemeint war, ganz Unrecht hatten sie nicht. Arakis TOTALLY F***ED UP ist alles andere als ein Crowd Pleaser, außer vielleicht der Pleaser für eine sehr spezifische Crowd. Araki zitiert hier - wie bereits im vorangegangenen nihilistischen Roadmovie THE LIVING END - Jean-Luc Godard, und auch die Struktur von TOTALLY F***ED UP ist eine Hommage an dessen MASCULINE-FÉMININ. Und wie der französische Kinoerneuerer befindet sich auch Araki in rebellischer Gesellschaft: einer Art Post-New-Hollywood-Nouvelle-Vague des amerikanischen Indie-Films, die Hollywood den Stinkefinger zeigte.

Arakis Kino interessiert sich für den „Rand“ in doppelter Hinsicht. Zum einen liegt der Fokus auf der Formsprache des Mediums, also darauf, wie der Film gemacht ist, und weniger darauf, was er erzählt. Die fragmentarische Struktur und ihre Betonung durch Zwischentitel waren ein No-Go für das klassische Hollywood, das Form und Struktur lieber unsichtbar hielt, sich also in filmtheoretischer Sprache mehr auf das „Fenster“ als auf den „Rand“ fokussierte. Zum anderen richtet sich der Blick auf ausgewählte Randfiguren der Gesellschaft: queere Jugendliche, Außenseiter:innen, Kranke und Süchtige. In dieser Hinsicht nahm Gregg Araki das Kino von Larry Clark und Harmony Korine vorweg.

This is not, by any stretch of the imagination, a lighthearted picture and even when the movie emerges from behind its grainy black-and-white video world, the mood does not lighten. There's no escaping the teen angst.
EMPIRE