Teil der Special Reihe SADFEST. 2026
Termine* Normalpreis € 10,50.-
* Kino von Welt Abos gültig
* nonstop Kinoabo gültig
Travis Bickle: "I got some bad ideas in my head."
Travis Bickle fährt nachts Taxi, weil er nicht schlafen kann. Er beobachtet die Straßen und Menschen neugierig und misstrauisch durch die Windschutzscheibe und über den Rückspiegel. Sein Alltag besteht aus Schichten, aus Gesprächsfetzen und aus einer Einsamkeit, die ihn immer weiter in sich und seine Ideen zurückziehen lässt. Die Nächte werden länger, die Gedanken zugespitzter, und die Stadt beginnt, sich in seinem Kopf gegen ihn zu wenden.
Als Travis Betsy kennenlernt, glaubt er für einen Moment, dass Nähe möglich ist. Seine beinahe grotesken Annäherungen führen aber zu Zurückweisung, die wiederum verstärkt das Gefühl, dass er keinen Platz in dieser Welt hat. Gleichzeitig begegnet er Iris, einer minderjährigen Sexarbeitern und steigert sich in die Idee hinein, sie retten zu müssen.
The fact that we experience Travis’s need for an explosion viscerally, and that the explosion itself has the quality of consummation, makes TAXI DRIVER one of the few truly modern horror films.
New York war Mitte der 70er tatsächlich so überhitzt, laut und überfordernd, wie der Film es zeigt. Paul Schrader schrieb das Drehbuch in einer Phase persönlicher Isolation, was der Figur ihre innere Spannung verleiht. Robert De Niro arbeitete während der Vorbereitung tatsächlich als Taxifahrer, um den Rhythmus der Stadt und die Müdigkeit der Nächte zu verinnerlichen. Bernard Herrmanns Musik, seine letzte Komposition, verbindet Jazz mit einer unterschwelligen Unruhe, die den Film trägt.
TAXI DRIVER wurde zu einem der prägenden Filme des amerikanischen Kinos. Die Mischung aus dokumentarischer Härte, stilisierter Gewalt und ungewohnter Annäherung an gesellschaftliche Randzonen macht den Film bis heute zu einem Referenzpunkt für Geschichten über Entfremdung, Überforderung und nicht zuletzt männlich toxischer Dynamiken.
