RIKI-OH: THE STORY OF RICKY

RIKI-OH: THE STORY OF RICKY
Ein Film von Lam Nai-ChoiHK 199191 min OmeU

Teil der Special Reihe NACHTBLENDE

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This might be the highlight of the year for me. […] Very competent in its insanity.
Sean Baker on Letterboxd


In Lam Nai-Chois zum Kultfilm avancierten Martial Arts-Splatterfest RIKI-OH: THE STORY OF RICKY gehen Klamauk und Gewalt eine für Genre-Gourmets garantiert unterhaltsame Symbiose ein. In der Hauptrolle boxt sich Kampfsport-Legende Louis Fan Siu-Wong als titelgebender Ricky durch die Gefängnishierarchie, die immer monströsere Ausmaße annimmt.

Ricky, der neue Hefnbruder, dessen überirdische Schein- und Schlagkraft zwischen Jesus, Hercules und Bruce Lee oszilliert, wird schon bald nach seiner Inhaftierung in einen Zwiespalt gebracht. Denn in dem privat als Unternehmen geführten Gefängnis herrscht das Recht des Stärkeren. Nun, Ricky ist gleichzeitig der Stärkste wie auch der mit dem größten Gerechtigkeitssinn und bringt mit dieser Kombination viele gegen sich auf…

1991’s RIKI-OH is part futuristic prison movie, part chopsocky gore-fu explosion and part absurdist slapstick romp.
Time Out Worldwide

You’re in the right place… as long as you crave the sacred power of practical effects! Wer handgemachten Splatter-Effekten etwas abgewinnen kann, wird mit Ricky eine helle Freude haben. Alle anderen könnten sich unter Umständen etwas langweilen. Hier explodieren Köpfe unter scheinbarer Minimaleinwirkung Rickys, es ploppen Augäpfel aus den Höhlen, als gäbe es kein Morgen, und Gliedmaßen sieht man fast öfter abgetrennt als in ihrer biologisch vorgesehenen Form (also am restlichen Körper). Rickys Gegner werden indes immer herausfordernder und ausdauernder, bis sie sogar ihre eigenen Eingeweide als Waffe einzusetzen bereit sind: „Alright. You got a lot of guts, Oscar!“

Das Hong-Kong-Actionkino, das mit Bruce Lee seinen Höhenflug begann, findet mit einigen Highlights in den 90er-Jahren ein langsames Ende. RIKI-OH, immer noch einer der blutigsten Filme aller Zeiten, ist ein solcher Höhepunkt. Er glänzt nicht nur mit Muskelmasse und Gore, sondern offenbart mit seiner dystopischen Zukunftsvision eine zugespitzte Kritik am Turbokapitalismus: Even prisons have become franchised, commercial ventures.

Eine mit übermenschlichen Kräften ausgestattete Eisenfaust räumt in einem von bösen Mächten geführten Knast dermaßen auf, dass sich Gorehounds im siebten Himmel wähnen. Kultiges Martial Arts-Gesplatter, der seine extrem schrägen Figuren zwar ohne Hirn, aber mit schier unglaublichen Aberwitz zu Brei zermalmt.
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