RAVENOUS

RAVENOUS
Ein Film von Antonia BirdUK/US/MX 1999100 min

Teil der Special Reihe NACHTBLENDE

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„sort of the STARSHIP TROOPERS of cannibal movies“
matt lynch on Letterboxd


Man(n) ist, was man isst. Und manchmal ist das ein bisschen problematisch. In blutgetränkter Schneelandschaft und mit knurrenden Mägen serviert die britische Regisseurin Antonia Bird mit RAVENOUS einen rabenschwarzen Frontier-Horrortrip, in dem der amerikanische Traum buchstäblich Menschen frisst. Mahlzeit!

Mexikanisch-Amerikanischer Krieg, Sierra Nevada, irgendwo im Nirgendwo: Captain John Boyd (Guy Pearce) stellt sich in einer Grube voller Leichen tot. Das rettet ihm das Leben und macht ihn zu einer umstrittenen Heldenfigur. Das Blut der gefallenen Kollegen, das ihm dabei in den Mund geronnen ist, fungiert nur als kleiner Vorgeschmack. Denn fortan macht der Film seinem deutschen Verleihtitel RAVENOUS – FRISS ODER STIRB alle Ehre...

The Greatest Cannibal Western Ever.
Rolling Stone

Antonia Bird, die erst spät und notgedrungen auf dem Regiesessel dieses Projekts Platz genommen hat, verwirklichte eine bösartige Allegorie über Macht, Expansion und Konsum. Kannibalismus als die logische Konsequenz eines Systems, das Wachstum über Moral stellt? Der Antagonist Colqhoun (fantastisch gespielt von Robert Carlyle) ist jedenfalls ein Proto-Kapitalist schlechthin: immer hungrig, immer wachsend, immer bereit, andere zu verschlingen.

Birds bewusst irritierender Tonfall, der sich aus Splatter-Exzessen, schwarzem Humor und Gesellschaftskritik zusammenbraut, lässt mehrere Lesarten und auch Arten des Filmgenusses zu. Und insbesondere jenen Leuten, die den endgültigen Sprung zum Vegetarismus noch nicht geschafft haben, sei dieser Film wärmstens ans Herz gelegt.

A deliciously overcooked frontier-horror film.
Rolling Stone