Teil der Special Reihe ES LÄUFT SCHULE
Schulvorstellung am 29. Jänner 2026 um 9:00
Im Anschluss: Gespräch mit Ljiljana Radonić von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Gesamtdauer Film + Gespräch: ca. 160 Minuten
Juli 1995. Aida arbeitet als Dolmetscherin für die Vereinten Nationen in ihrer Heimatstadt Srebrenica. Als die bosnisch-serbische Armee nach drei Jahren Belagerung ihre Stadt einzunehmen beginnt, flüchtet sie sich zusammen mit ihrer Familie und der restlichen Bevölkerung in ein nahe gelegenes UN-Lager, welches zu einer Schutzzone erklärt wurde.
Allerdings ist es unmöglich alle Geflüchteten darin unterzubringen, und während tausende ungeschützt vor verschlossenen Toren auf Hilfe warten, übersetzt Aida weiterhin für den Führungsstab der UN-Truppen.
Immer mehr Informationen über ihre Lage gelangen so an sie, und die erhoffte weitere Unterstützung scheint immer unwahrscheinlicher zu werden.
Aida beginnt, um die Sicherheit ihrer Familie und Mitmenschen zu fürchten. Als die bosnisch-serbische Armee schließlich zum Lager vordringt und die Schutzzone missachtet, um nach möglichen feindlichen Soldaten zu suchen, gibt es nichts, was ihnen entgegengesetzt werden kann. Aidas schlimmste Befürchtungen bewahrheiten sich, und bis zum Schluss versucht sie so viele Menschen wie möglich zu retten.
Der Film von Jasmila Žbanić, ausgezeichnet zum besten Film des Jahres bei den Europäischen Filmpreisen 2021, greift die wahren Ereignisse um das Massaker von Srebrenica vor 30 Jahren auf und erzählt die Geschehnisse aus der besonderen Position von Protagonistin Aida. Gerade durch diese einzigartige Perspektive hebt sich der Film von anderen, ähnlichen Nacherzählungen ab, und versetzt die Zuschauer*innen in dieselbe Position wie die Hauptdarstellerin.
Ein unvergesslicher Film….Während sich die Situation in ein Pulverfass verwandelt, kann man den Blick kaum von der Leinwand abwenden.
QUO VADIS, AIDA?
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Themen: Kriegsverbrechen. Jüngere Geschichte. Politik.
Auszeichnungen
Filmfestival Venedig 2020: SIGNIS Award
Filmfestival Rotterdam 2021: Publikumspreis
Filmfestival Göteburg 2021: Publikumspreis für den besten internationalen Film
Ausgezeichnet mit dem Film Independent Spirit Award 2021 als BEST INTERNATIONAL FILM
