Teil der Special Reihe NACHTBLENDE
Termine* Normalpreis € 10,50.-
* Kino von Welt Abos gültig
* nonstop Kinoabo gültig
„One of the most slept on horror sequels around.“
Chris on Letterboxd
22 Jahre sind vergangen – doch Motels vergessen nichts. PSYCHO II wagt das Unerhörte: die Rückkehr zu einem der ikonischsten Tatorte der Filmgeschichte. Und hat dabei Erfolg! Nicht als bloße Wiederholung, sondern als irritierende Heimkehr in Farbe, mit einem Norman Bates, der älter, höflicher und gefährlich normal wirkt. Welcome back, you guys! Und auch ein Willkommen Zurück an Autor und Filmtheoretiker Drehli Robnik, der uns im Rahmen einer Einführung auf den Film vorbereiten wird.
Nach über zwei Jahrzehnten in psychiatrischer Behandlung wird Norman Bates (Anthony Perkins) als geheilt entlassen. Ohne Betreuung oder Übergangsprogramm kehrt er an den Ort seiner Verbrechen zurück: das heruntergekommene Motel und das düstere Haus auf dem Hügel. Norman übernimmt das Motel erneut, findet Arbeit in einem Diner und freundet sich dort mit der Kellnerin Mary (Meg Tilly) an, die schließlich bei ihm einzieht. Schon bald häufen sich aber die ersten beunruhigenden Zeichen: Telefonanrufe von „Mutter“, mysteriöse Botschaften und last but not least: neue Morde. Die Frage drängt sich auf, ob Norman wirklich geheilt ist…
The first thing is to put Alfred Hitchcock’s original PSYCHO (1960) right out of your mind.
PSYCHO II funktioniert wohl deswegen so gut, weil er den Mythos des Originalfilms fast unangetastet lässt, ihn vielleicht eher untergräbt als versucht fortzuschreiben. Die bewusste Distanz zu Hitchcock – Farbe statt Schwarzweiß, mehr Zustand als Suspense-Mechanik – wirkt dabei wie das notwendige Erfolgsrezept. Regisseur Richard Franklin und Drehbuchautor Tom Holland (CHILD’S PLAY, FRIGHT NIGHT) interessieren sich auch weniger für die Frage, wer der Killer ist, als vielmehr für das fragile Konstrukt eines Mannes, der verzweifelt versucht, normal zu sein.
Anthony Perkins spielt Norman Bates als tragische Figur, deren Höflichkeit und Verletzlichkeit fast mehr verstören als die offene Aggression. Franklin und Holland verlagern den Horror vom Schockmoment in den Alltag: Fragen der Resozialisierung und der Schuld, der gesellschaftlichen Ablehnung und ob man von seiner Vergangenheit freigesprochen werden kann, werden aufgeworfen. Außerdem wird mit diesem Film die Rutsche für Anthony Perkins erste Regiearbeit gelegt: PSYCHO 3 – what else?
Franklin manages to pay homage to the Master's style without ever falling into the redundantly baroque excesses of, say, De Palma. Scary and fun, it's as worthy a sequel as one might reasonably expect.
