Teil der Special Reihe IT'S STILL REAL TO ME, DAMN IT!
Ein Film über Freundschaft, schöne Schnauzer und einen wrestlenden Mönch in Mexiko. Der Inbegriff des „Inspiriert von wahren Ereignissen“-Subgenres, und zwar so, wie der große Mitch Hedberg es interpretierte: „Did you hear the story about that lady who drove her children into the river? Yes I did, and it inspired me to write a movie about a gorilla!“
Im Fall von Lucha Libre ist der biografische Background der katholische Priester Sergio Gutiérrez Benítez, der ein Waisenhaus gründete und als Wrestler unter dem Ringnamen „Fray Tormenta“ (Spanisch für „Bruder Sturm“) für 23 Jahre durch seine Matches finanziell am Leben erhielt. (Videospieler:innen kennen Gutiérrez Benítez übrigens, eventuell ohne es zu wissen, als Inspiration für den Videospiel-Charakter „King“ in Tekken.)
Hier enden auch die Parallelen zur echten Welt. Im Rest des Films appropriatet sich ein enthemmter Jack Black formvollendet durch die mexikanische Kultur und brilliert in den engsten Outfits seiner Karriere, sowohl im wie auch außerhalb des Rings. Wer A Minecraft Movie — oder zumindest die virale Wrestling-Szene daraus — kennt, wird in Nacho Libre die Inspiration für Jack Blacks ikonische Rollkragen-Kombo erkennen. Slapstick mit der Empfindsamkeit von Napoleon Dynamite, dessen Regisseur Jared Hess auch hier verantwortlich zeichnet.
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Vorprogramm am 27. September: Klamauk und Ernst liegen auch in unserem Vorprogramm nah beieinander, wenn Kota Ibushi, die Karate-trainierte Wrestling-Maschine, gegen Yoshihiko antritt — Japans legendäre ausgestopfte Sexpuppe (19’).
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Vorprogramm am 5. Oktober: Kein Match hatte einen größeren Anteil an der Vermittlung des Lucha Libre-Spirits für das amerikanische TV-Publikum als jenes, das der große, viel zu früh verstorbene Eddie Guerrero 1997 bei Halloween Havoc bestritt — nicht nur, aber schon auch wegen des sensationellen purpurfarbenen Outfits seines Lieblingsgegners Rey Mysterio (15’).
A sweet, offbeat movie about caring for others.
