Sommersemester 2026: Schulvorstellung am 23. April um 9:00
Im Anschluss: Gespräch mit einer Vertretungsperson der Jugendzentren Wien
Gesamtdauer Film + Gespräch: ca. 150 Minuten
In den Vororten von Paris treffen wir auf die drei Jugendlichen Vinz, Saïd und Hubert. Ihr Alltag ist geprägt von Perspektivlosigkeit, die durch ihr Leben im Sozialbau schon vorprogrammiert zu sein scheint - dort, wo auch Ungleichheit, Hass und Rassismus allgegenwärtig sind. Als im Zuge von Protesten einer ihrer Freunde Opfer von Polizeigewalt wird und ins Koma fällt, steigt ihre Wut auf das System.
Nicht nur die Emotionen der Jugendlichen kochen hoch. Auch im Hintergrund verdichten sich die Anzeichen wachsender Unruhen. An einem Tag, der zunächst unspektakulär erscheint, ziehen Vinz, Saïd und Hubert durch ihren Vorort und treffen auf unterschiedlichste Menschen. In jeder Begegnung zeigt sich dasselbe Bild: Die Frustration über das System ist allgegenwärtig, ebenso das Gefühl, unterdrückt zu werden.
Als schließlich einer der drei eine Schusswaffe findet und bereit ist, sie einzusetzen, drängen sich grundlegende Fragen auf: Können Hass und Gewalt tatsächlich Veränderung bewirken? Oder führen sie unweigerlich tiefer in eine scheinbar endlose Spirale der Eskalation?
LA HAINE, der französische Klassiker von 1995, hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Gesellschaftliche Spaltung, Gewaltspiralen und Rassismus stehen im Zentrum des Films. Regisseur Mathieu Kassovitz greift diese Themen gleichermaßen kompromisslos wie sensibel auf und inszeniert sie zugleich schonungslos direkt und bemerkenswert einfühlsam.
Hart und atemberaubend wirkungsvoll wirft LA HAINE einen kompromisslosen Blick auf die seit Langem schwelenden sozialen und wirtschaftlichen Spaltungen im Paris der 1990er-Jahre.
LA HAINE
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Themen: Soziale Ungleichheit. Protestbewegung. Gewalt.
Preise:
- Cannes Filmfestival 1995: Beste Regie
- César (Französischer Filmpreis): Bester Film, Bester Schnitt, Bester Produzent
- Europäischer Filmpreis: Bester junger Film
- Prix Lumières: Bester Film, Bester Regisseur
- u.v.a.
Pressezitate:
Roh, vital und fesselnd.
Los Angeles Times
Eines der wohl schonungslos wirkungsvollsten Werke des urbanen Kinos, das je gedreht wurde.
The Times
Eine bedrängende Exkursion in das Leben der ‚Banlieue‘ Vorstädte, in denen die Jugendlichen einer hoffnungslosen Zukunft entgegengehen. Die präzise Inszenierung analysiert schonungslos die soziale Zeitbombe und verdichtet dabei ihre zentralen Themen von Gewalt und ihren Folgen, Solidarität und Ohnmacht in eindringlichen Bildern.
Lexikon des internationalen Films
