HAIRSPRAY (35mm)

HAIRSPRAY
Ein Film von John WatersUS 198892 min eOV 35mm

Teil der Special Reihe JOHN WATERS: THE RESPECTABLE YEARS

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Tracy Turnblad: Oh, Mother you're so fifties.

Baltimore, 1962: Tracy Turnblad (Ricki Lake) träumt davon, in der "Corny Collins Show" zu tanzen und landet mitten in einer Welt aus Haarspray, Teenie‑Rivalitäten und streng getrennten TV‑Sendeplätzen. Während sie sich durch die Hürden des Castings kämpft - samt neidischer Konkurrenz und elterlicher Skepsis -, wird klar, dass es hier nicht nur um Tanzschritte geht, sondern um Sichtbarkeit, Selbstbewusstsein und die Frage, wem überhaupt eine Bühne geboten wird.

Die Show wird zum Brennglas für die gesellschaftlichen Spannungen der Zeit: Körpernormen, Rassentrennung, mediale Macht. Tracy bewegt sich mit unerschütterlicher Fröhlichkeit durch ein System, das sie eigentlich klein halten will - und genau darin liegt der Humor des Films: Die Revolution kommt im Petticoat und mit perfektem Backcombing / Beehive.

Not only Waters's best movie, but a crossover gesture that expands his appeal without compromising his vision one iota; Ricki Lake as the hefty young heroine is especially delightful.
Jonathan Rosenbaum, Chicago Reader

Waters entwickelte HAIRSPRAY direkt aus seiner eigenen Jugend in Baltimore: Die "Corny‑Collins‑Show" basiert auf der realen „Buddy Deane Show“, die 1963 tatsächlich wegen Streitigkeiten um Integration abgesetzt wurde. Waters hat mehrfach betont, dass er die Atmosphäre dieser lokalen Fernsehkultur – Teenie‑Idole, Tanzwettbewerbe, strikte Rassentrennung – aus erster Hand kannte. Die politische Dimension des Films ist also nicht nachträglich hineingelesen, sondern historisch verankert.

Zudem markiert HAIRSPRAY einen Wendepunkt in Waters Karriere: Er wollte bewusst einen Film drehen, den auch seine Eltern sehen konnten. Das PG‑Rating war kein Zufall, sondern ein strategischer Schritt, der ihm neue Publikumsgruppen erschloss. Gleichzeitig blieb er seiner Handschrift treu, indem er Divine und andere Dreamlanders prominent einsetzte. Diese Balance aus Mainstream‑Zugänglichkeit und subkultureller Identität macht den Film bis heute einzigartig.