DEAD POETS SOCIETY (4K)

DEAD POETS SOCIETY
Ein Film von Peter WeirUS 1989123 min eOV 4K

Teil der Special Reihe SADFEST. 2026

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John Keating: "There's a time for daring and there's a time for caution, and a wise man understands which is called for."


An der altehrwürdigen Welton Academy, wo Tradition, strenge Regeln, in weiterer Folge erwartbare Karrieren und ein Leben, das schon vorgezeichnet scheint, wie ein schwerer Mantel auf den Schultern der Schüler liegt, beginnt ein neues Jahr, das sich zunächst anfühlt wie jedes andere. Doch als der neue Englischlehrer John Keating den Raum betritt, verändert sich diese Atmosphäre. Er spricht mit ihnen über Sehnsucht und Möglichkeiten. Für Neil, Todd und ihre Freunde öffnet sich ein Fenster, durch das plötzlich Luft strömt, die sie bisher nicht geatmet hatten. Die Wiederbelebung des „Dead Poets Society“-Geheimbundes wird zu einem Ventil, durch das sie ihre eigenen Stimmen zum ersten Mal wirklich hören.

Während die Jungen mutiger werden, wächst gleichzeitig der Druck, der sie umgibt. Die Schule, die Eltern, die Erwartungen, all das zieht sich enger um ihre Hälse zusammen. Neil entdeckt eine Leidenschaft, die ihn elektrisiert, Todd findet Worte, die er nie auszusprechen wagte, und die Gruppe erlebt eine kurze, intensive Phase des Aufbruchs, die sich anfühlt wie ein Sommer, der nicht enden sollte. Doch die Welt außerhalb ihrer nächtlichen Treffen bleibt unerbittlich.

Hurrah! Poetry and passion, comedy and tragedy are fused into one absolutely marvelous affirmation of independent spirit in DEAD POETS SOCIETY.
San Francisco Chronicle

Peter Weir entwickelte den Film in enger Zusammenarbeit mit Drehbuchautor Tom Schulman, dessen eigene Internatserfahrungen die Grundlage bildeten. Die Dreharbeiten fanden in einem Eliteinternat statt, dessen ehrwürdige, einschüchternde und museale Architektur den Ton vorgab. Robin Williams improvisierte viele seiner Unterrichtsszenen, wodurch die Energie zwischen ihm und den jungen Darstellern eine spontane und energische Qualität bekam. Die Produktion legte großen Wert darauf, die Gruppendynamik der Schüler organisch wachsen zu lassen. Die jungen Schauspieler lebten während der Dreharbeiten gemeinsam, was die Intensität ihrer Szenen spürbar prägte.

DEAD POETS SOCIETY ist einer dieser raren Filme, die den Moment, in dem man begreift, dass Mut und Angst im Erwachsenwerden oft Hand in Hand gehen, einfühlsam einfangen können. Der Film steht an der Schnittstelle zwischen Coming‑of‑Age‑Drama und Bildungsroman‑Tradition, aber er verweigert sich der sentimentalen Glättung, die viele Genrevertreter später wählten. Stattdessen bleibt er ein melancholisches Echo auf die Frage, was ein Leben wertvoll macht.