BARFLY

BARFLY
Ein Film von Barbet SchroederUS 198797 min eOV

Teil der Special Reihe SADFEST. 2026

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* Normalpreis € 10,50.-
* Kino von Welt Abos gültig
* nonstop Kinoabo gültig

Wanda: "I can't stand people, I hate them."
Henry: "Oh yeah?"
Wanda: "Do you hate them?"
Henry: "No, but I seem to feel better when they're not around."


Henry Chinaski treibt durch die Bars von Los Angeles, weil das Leben im schummrigen Halbdunkel für ihn erträglicher scheint. Seine Tage bestehen aus billigen Drinks, zynischen Kommentaren und einer Art stoischer Selbstzerstörung, die einem Ritual gleicht. Doch hinter der rauen Oberfläche liegt ein Blick, der mehr sieht, als er zugibt. Als er Wanda Wilcox begegnet, einer Frau, die ähnlich verloren wirkt, entsteht eine Verbindung - wie ein Pakt zweier Menschen, die wissen, dass sie nicht gerettet werden wollen, aber ungern allein untergehen.

Zwischen den beiden entwickelt sich eine Beziehung, die von Alkohol, Streit aber auch überraschend zärtlichen Momenten geprägt ist. Henry schreibt, Wanda trinkt, beide versuchen, in einer Welt zu bestehen, die ihnen wenig Raum für Luxusgüter wie Optimismus oder Perspektiven lässt.

This seedy BARFLY is beautifully written, acted and directed. It may be full of dank desire, wasted love and jesting misery - but it blooms. Whatever its flaws, it does something more films should do: It opens up territory, opens up a human being.
Michael Wilmington, Los Angeles Times

Barbet Schroeder arbeitete eng mit Charles Bukowski zusammen, dessen autobiografische Short Stories und Gedichte die Grundlage bildeten. Bukowski schrieb das Drehbuch selbst und war während der Dreharbeiten regelmäßig am Set, um den Darsteller:innen bei der Tonfindung ihrer Figuren zu helfen (diese Erfahrungen verarbeitete er dann weiters in seinem unheimlich unterhaltsamen Roman "Hollywood"). Mickey Rourke entwickelte für Henry eine körperliche Spielweise, die zwischen Lässigkeit und Verletzlichkeit pendelt, während Faye Dunaway Wanda mit einer Mischung aus Stolz und Kapitulation verkörpert - beide Darstellungen können zu den stärksten ihrer Karrieren gezählt werden.

BARFLY ist ein wunderbares wie seltenes Porträt literarischer Außenseiterexistenz. Der Film steht in der Tradition amerikanischer Underground‑Erzählungen (sowohl filmischer als auch literarischer), die das Scheitern als beinahe stilvolle Lebensform begreifen.