Aktuell im Gartenbaukino

SAFARI

Ein Film von Ulrich Seidl

A 2016
91 min, DF, digital

Regie Ulrich Seidl
Drehbuch Ulrich Seidl, Veronika Franz
Kamera Wolfgang Thaler, Jerzy Palacz
Schnitt Christof Schertenleib, Christoph Brunner, Andrea Wagner
Ton Paul Oberle

Termine

 

INHALT

Afrika. In den Weiten der Wildnis, dort, wo es Buschböcke, Impalas, Zebras, Gnus und anderes Getier zu Tausenden gibt, machen sie Urlaub. Deutsche und österreichische Jagdtouristen fahren durch den Busch, sie liegen auf der Lauer, sie gehen auf die Pirsch. Dann schießen sie, weinen vor Aufregung und posieren vor ihren erlegten Tieren. Ein Urlaubsfilm über das Töten, ein Film über die menschliche Natur.

SAFARI feiert seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Venedig und wird anschließend beim Toronto International Film Festival gezeigt.

Stück

Die allgemeine Bezeichnung für Wild.

Schweiß

Das Blut von Wild, sobald es aus dem Körper austritt.

reif

Bezeichnung für Wild, welches den Höhepunkt der     Entwicklung erreicht hat.

durchschlagen

Der Wildkörper wird durch die Kraft des Geschosses völlig   durchdrungen.

kapital

Die Bezeichnung für ein ungewöhnlich starkes Stück Wild.

zeichnen

Reaktion des Wildes auf den Schuss durch Bewegung und Lautäußerung.

Waidsmannsheil

Gruß der Jäger untereinander und Glückwunsch für Jagdglück.

 

 

 

 

 

 

 

Auszug aus einem Interview mit Ulrich Seidl zu SAFARI:

Im Sommer 2015 kam es zu einem internationalen Aufschrei, nachdem das Bild eines amerikanischen Zahnarztes, auf dem er neben dem erlegten Löwen Cecil posiert, von den Medien aufgegriffen wurde. Zeitungen und Zeitschriften fragten: “Großwildjäger – Wer sind diese Menschen?” Sie geben in SAFARI eine sehr nüchterne Antwort darauf. Die vermeintlichen Monster sind Durchschnittsmenschen – wäre das Ihr Fazit? 

Seidl: "Ich wollte nicht die Reichen und Schönen, Scheichs, Oligarchen oder Mitglieder irgendwelcher Königshäuser und ihre Großwildjägerei zeigen, sondern das Normale. Die Jagd in Afrika ist heutzutage für Durchschnittsmenschen erschwinglich. Und es ist in einem gewissen Sinne für so manchen Jäger aus der westlichen Welt, Russland oder China selbstverständlich geworden, einmal oder mehrmals im Jahr nach Afrika zu fahren, um dort täglich zu jagen. Das bedeutet in der Regel pro Tag zwei Tiere zu erlegen, eines am Vormittag und eines am Nachmittag. Ich wollte zeigen, wie das Jagen überhaupt vor sich geht und herausfinden, was Menschen, die jagen, dabei innerlich empfinden." 

Die Großwildjäger werden für ihre Leidenschaft in der Öffentlichkeit oft kritisiert. War es schwierig, Ihre Protagonisten davon zu überzeugen, ihre Jagdtätigkeit in einem Film auszuüben?

Seidl: "Ja, das war nicht ganz so einfach. Menschen, die jagen, wissen ja selbst, dass heutzutage die Jagd in der Medienöffentlichkeit (besonders in Deutschland und Österreich) ein äußerst negatives Image hat. Wobei es bei meiner Suche nach Darstellern nie darum geht, diese zu überrumpeln, weil ich erstens nie daran interessiert bin, mit einer vorgefassten Meinung an ein Filmprojekt heranzugehen und zweitens nur Menschen als Protagonisten in Erwägung ziehe, denen ich offen und ohne Vorverurteilung begegnen kann. Insofern ist und war die Jagd für mich zunächst etwas „Neutrales“; etwas, was den Menschen ja auch als Antriebsmoment nahe liegt. Meine Intention war es, die Beweggründe des Jagens und die Besessenheit daran herauszufinden und darzustellen. Was treibt Menschen an, auf Urlaub zu fahren, um Tiere zu töten? Dafür musste ich Menschen finden, die das Jagen in Afrika aus vollster Überzeugung tun und bereit sind, dieses Tun auch zu rechtfertigen und in einem Film darzustellen."

In Ihrem letzten Film „Im Keller“ kam ein Ehepaar vor, das über die gemeinsame Jagdleidenschaft spricht. Es tritt nun auch in SAFARI auf. Kamen Sie so auf das Thema des Films?

Seidl: "Ja und nein. Jagd und Jägerei waren als Themen für einen Film schon lange in meinem Kopf. Genauso wie das Thema Urlaub. Dass diese beiden Themen sich dann zu dem Filmprojekt „Jagdurlaub“ vereinigt haben, dafür war tatsächlich das ältere Paar aus dem Kellerfilm ausschlaggebend. Somit ist etwas passiert, was in der Vergangenheit schon mehrmals vorgekommen ist, nämlich, dass sich aus einem Film, den man gerade macht, das nächste Projekt herausschält. So wurde etwa der Film „Der Busenfreund“ bei den Dreharbeiten zu „Bilder einer Ausstellung“ (1995) geboren, die Grundidee für „PARADIES: Glaube“ (2014) wiederum bei „Jesus, du weißt“ (2003)."

Verleih

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wussten Sie dass ...

  • bei der Eröffnung im Dezember 1960 Kirk Douglas anwesend war?
  • das Kino anfangs 900 Sitzplätze hatte?
  • das Gartenbaukino mit 736 Sitzplätzen der größte Kinosaal Wiens ist?
  • das Kino seinen Namen der "k.k. Gartenbau-Gesellschaft" zu verdanken hat, in dessen Ringstraßen-Palais das alte Gartenbau-Kino 1919 errichtet wurde?
  • das Gartenbaukino als erstes Kino Österreichs 70mm spielen konnte?
  • das Kino seit Anfang 2016 wieder 70mm spielfähig ist?
  • die Viennale bereits seit 1973 das Gartenbaukino als Spielstätte nutzt?
  • es bis Anfang der 80er Jahre vor den Vorstellungen eine Modeschau gab, wo aktuelle Kollektionen der großen Modehäuser präsentiert wurden?
  • die analogen Projektoren (Philips DP70 mit den Seriennummern 2032 und 2038) seit Eröffnung die selben und nach wie vor in Betrieb sind?
  • im Saal des Kinos 383 Glühbirnen installiert sind?
  • das Gartenbaukino als einziges Kino Österreichs mit einer Cinerama-Leinwand ausgestattet war?
  • der Preis einer Kinokarte im Gartenbaukino bei Eröffnung 1960 zwischen 12 und 40 Schilling lag?

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