EINTRITT FREI!

Rahmenprogramm Kirk Douglas

Vorträge zu Kirk Douglas in Kooperation mit Synema

Veranstalter Gartenbaukino | Synema

Termine

BEI ALLEN VORTRÄGEN EINTRITT FREI!

Freitag, 9. Dezember 2016

17:45 Uhr

Michael Omasta / Brigitte Mayr

Grübchen im Kinn hat den Teufel im Sinn.
Vom Satansreporter zum Wikingersohn: Kirk Douglas in den 1950ern

Er war einer der ersten Independents Hollywoods. Seine Performance als Boxer in THE CHAMPION (1949) brachte ihm den Durchbruch und einen Vertrag mit Warner Bros. ein. Nach zwei Jahren kündigte er, um seine eigene Firma Byrna-Productions zu gründen. Er spielte Cops, Trapper, Filmproduzenten, Odysseus, Vincent van Gogh, Doc Holliday, den einäugigen Wikinger Einar und natürlich Spartacus. Seine vielleicht tougheste Vorstellung lieferte er in ACE IN THE HOLE quasi als Alter Ego des jungen Billy Wilder, der sich im Wien der 1920er-Jahre als „Reporter des Satans“ bei erpresserischen Revolverblättern wie „Die Stunde“ verdingte. Als abgehalfterter New Yorker Sensationsjournalist Chuck Tatum inszeniert er in einem Provinznest einen Medienhype rund um ein Höhlenunglück. Die damalige Kritik befand den Film für „verantwortungslos“, „morbide“, „unamerikanisch“ – ein Flop just nach Kirk „mit dem Kopf durch die Wand“ Douglas' Geschmack.

Brigitte Mayr

Dr. phil., Wissenschaftliche Leitung von SYNEMA – Gesellschaft für Film & Medien. 
(Co-)Konzeption von Symposien und Filmschauen;
(Co-)Herausgeberin von Carl Mayer, Scenar[t]ist; Film Denken / Thinking Film – Film & Philosophie; Falsche Fährten in Film und Fernsehen.

 

 

 

 

Michael Omasta

Filmredakteur der Wochenzeitung Falter
Kurator von Retrospektiven
(Co-)Autor und Herausgeber mehrerer Bücher, insbesondere zum österreichischen Filmexil (Alexander Hammid, Peter Lorre, Amos Vogel, Wolf Suschitzky) und aktuell über Ruth Beckermann. 

 

 

 

 

 

Samstag, 10. Dezember 2016

17:45 Uhr

Drehli Robnik

Now We Know, oder: Nach der Katastrophe ist vor dem Kinn. Kurshalten mit Kirk Douglas

Der Polit-Thriller SEVEN DAYS IN MAY, mit dem die Kirk Douglas-Reihe endet, handelt davon, dass in den USA ein nationalistischer Demagoge an die Macht kommt – durch einen Putsch gegen einen gewählten Präsidenten. Wer weiß... "Now we know" ist ein Schlüsselsatz in der Schlüsselszene von TWO WEEKS IN ANOTHER TOWN (1962) – Trauma re-enacted: Als ebenso workoholischer wie fixfertiger Schauspieler rast Kirk im Auto gegen eine Wand, die eine Rückprojektion ist. Danach weiß er – was? Danach ist davor: Wie bei diesem Reinrasen in ein unabänderliches Bild passiert es oft, dass er traumatische Vergangenheit neu durchlebt, neu sortiert: in den Pearl Harbor-Filmen IN HARM'S WAY und THE FINAL COUNTDOWN oder in Filmen/Szenen zum Nachlasten des Nazi-Holocaust. Mein Vortrag erörtert Bilder von Handlungsfähigkeit als Permanenz-FURY im Kollaps: bastard-like exzessiv mit dirty hands, oft unerträglich (Übergriffe gegen Frauen als Routine), bedrängt von neuen Machtformen (Monitoring), verstrickt in Ohnmacht aus Einsicht (Tötungshemmung) und – wo Kirk auf Kubrick trifft – still in Momenten mehrstimmiger Solidarität unter Ungleichen.

 

Drehli Robnik

Theoretiker in Sachen Film und Politik;
Autor bzw. Mit-Herausgeber von Büchern zu Rancière, Kracauer, Stauffenberg, Cronenberg, Kriegsfilm; zuletzt Herausgeber der Film-Schriften von Siegfried Mattl.
Jüngste Monografien: Kontrollhorrorkino: Gegenwartsfilme zum prekären Regieren (2015) und DemoKRACy. Siegfried Kracauers Politik*Film*Theorie (demnächst).
"Lebt" in Wien-Erdberg.

 

 

 

 

Sonntag 11. Dezember 2016

18:15 Uhr

Claudia Siefen

I'm not an animal! - Von Kirk Douglas in Körper & Bewegung 

Jeder Schauspieler ist ein Kind seiner Zeit. Manchmal mehr oder weniger als einem lieb sein kann. Douglas legt auch in seinen Büchern und seiner Rollenauswahl, wenn diese ihm möglich war, Wert darauf und verarbeitete seine familiäre ärmliche Herkunft in seinem Ausdruck auf der Leinwand. In den 1960ern war er schon fast aus- und durchgespielt. Sein Studium (Chemie und Englische Literatur) finanzierte er sich mit einem Stipendium für Ringkampf, erst ein weiteres Stipendium ermöglichte ihm das Studium zum Bühnenschauspieler. Seine erste Filmrolle ist datiert auf 1946, seine eigene Produktionsfirma gründete er 1955. Die Bühne soll ihn zeitlebens nicht loslassen und mit schöner Regelmäßigkeit spricht Douglas davon, dass er nie den wahren Durchbruch geschafft habe, von dem er doch immer träumen wird: dem großen Erfolg als Bühnenschauspieler.

Claudia Siefen

ist seit 1990 im Kulturbetrieb tätig. Zunächst in Theaterarbeit (Köln), u.a. mit Werner Schroeter, Uwe Eric Laufenberg, Franz Xaver Kroetz und Bernarda Horres. Tätigkeit als Cutterin im Bereich Dokumentar-, Experimental- und Werbefilm. Ebenso tätig innerhalb der Filmsanierung und Archivarbeit beim WDR in Köln. Schreibend und publizierend tätig seit 1990 (Print und Digital; Essays und Buchbeiträge), sowie als Katalogredakteurin: filmDienst; RAY Filmmagazin; TAZ; cineasia Filmmagazin; das manifest.com; senses of cinema; Filmarchiv Austria; Nachtblende; de filmkrant; Film International; desistfilm; Schnitt; La Furia Umana,; Art Decades; Revue Débordements; Jugend ohne Film; goEast Filmfestival; Viennale. Schreibend, vortragend und filmemachend im Bereich von Körper & Bewegung, vom Kraftakt des Schauspiels innerhalb der Körpersprache und im Kontrast zur Lautsprache. Filme: Hab' so lang auf dich gewartet; Ludwig's Tape; Alice in illness.

wussten Sie dass ...

  • bei der Eröffnung im Dezember 1960 Kirk Douglas anwesend war?
  • das Kino anfangs 900 Sitzplätze hatte?
  • das Gartenbaukino mit 736 Sitzplätzen der größte Kinosaal Wiens ist?
  • das Kino seinen Namen der "k.k. Gartenbau-Gesellschaft" zu verdanken hat, in dessen Ringstraßen-Palais das alte Gartenbau-Kino 1919 errichtet wurde?
  • das Gartenbaukino als erstes Kino Österreichs 70mm spielen konnte?
  • das Kino seit Anfang 2016 wieder 70mm spielfähig ist?
  • die Viennale bereits seit 1973 das Gartenbaukino als Spielstätte nutzt?
  • es bis Anfang der 80er Jahre vor den Vorstellungen eine Modeschau gab, wo aktuelle Kollektionen der großen Modehäuser präsentiert wurden?
  • die analogen Projektoren (Philips DP70 mit den Seriennummern 2032 und 2038) seit Eröffnung die selben und nach wie vor in Betrieb sind?
  • im Saal des Kinos 383 Glühbirnen installiert sind?
  • das Gartenbaukino als einziges Kino Österreichs mit einer Cinerama-Leinwand ausgestattet war?
  • der Preis einer Kinokarte im Gartenbaukino bei Eröffnung 1960 zwischen 12 und 40 Schilling lag?

Bausteinaktion

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