Am 27. September 2019 

Langer Tag der Flucht

Film-Premieren und Gespräche

Veranstalter Theater in der JOSEFSTADT, UNO-Flüchtlingsorganisation UNHCR, Niavarani & Hoanzl, Gartenbaukino

Termine

  • Fr, 27. Sep. 2019 13:00 Tickets
    ( Filmpremiere: „Die Reise der Verlorenen“ )
  • Fr, 27. Sep. 2019 16:00 Tickets
    ( Filmpremiere: "Fremdenzimmer" )

 

 

 

TICKETS
10 € pro Vorstellung

Am „Langen Tag der Flucht“ laden das Theater in der JOSEFSTADT, die UNO-Flüchtlingsorganisation UNHCR, Niavarani & Hoanzl und das Gartenbaukino zu Filmpremieren und Gespräch ein.

Am 27. September 2019 ab 13:00 Uhr
Tickets: 10 € pro Vorstellung
Begrenztes kostenloses Kontingent auch unter www.langertagderflucht.at verfügbar.

 

13:00


Filmpremiere: DIE REISE DER VERLORENEN und Gespräch

Herbert Föttinger (Direktor Theater in der JOSEFSTADT), Christoph Pinter (Leiter UNHCR Österreich), Georg Hoanzl und Michael Niavarani stellen anlässlich der Kinopremiere das Filmprojekt vor und sprechen über die Arbeit zu den Stücken „Reise der Verlorenen“ und „Fremdenzimmer“ und wie mit dem Thema Flucht gesellschaftspolitisch umgegangen wird.
„Die Reise der Verlorenen“ von Daniel Kehlmann wurde im September 2018 auf der Bühne des Theaters in der Josefstadt uraufgeführt. Am 27. September 2019 feiert das Stück seine Premiere auf der Kinoleinwand im Gartenbaukino.
Premiere in Anwesenheit des Josefstadt-Ensembles und des Filmteams.

Inhalt:

Eine Fahrt in die Freiheit scheint es zu sein, die 937 Juden im Mai 1939 antreten. Man hatte ihnen „erlaubt“, Deutschland zu verlassen, in Kuba sollten sie zumindest vorübergehend Aufnahme finden, das hatte zuvor schon bei anderen Flüchtlingen funktioniert. Die Hoffnung ist groß – obwohl die Schifffahrtsgesellschaft ihnen auch noch den letzten Pfennig abverlangt hatte, obwohl die Besatzung bereits von zahlreichen Nazis unterwandert ist. Doch der frohe Mut weicht einer erschreckenden Erkenntnis: Kuba lässt niemanden mehr ins Land.

Daniel Kehlmann erzählt in seinem neuesten Stück, das nun auch auf DVD gebannt ist, eine Geschichte über Menschen auf der Flucht. Doch nicht die Flucht an sich rückt in den Fokus, vielmehr die Tatsache, dass Menschen sich in einer Situation wiederfinden, in der sie ohnmächtig zum Spielball politischer und wirtschaftlicher Einflüsse werden. Von der Schifffahrtsgesellschaft als bloßes Kapital gesehen, von Goebbels als Propagandamittel missbraucht, von der kubanischen Politik als Wahlkampfthema betrachtet und von der internationalen Gemeinschaft als tragisches, aber leider unabänderbares Schicksal wahrgenommen, werden diese Menschen zu verlorenen Seelen auf offener See.

Mit Raphael von Bargen, Herbert Föttinger, Nikolaus Barton, Ulrich Reinthaller, Sandra Cervik, Roman Schmelzer, Marcus Bluhm, Maria Köstlinger, Matthias Franz Stein, Therese Lohner, Peter Scholz, Livia Ernst / Leonie Qualtinger, Ilia Hollweg / Lilly Krainz, Katharina Hope Kemp / Lara Nguyen, Marika Lichter, Joseph Lorenz, Gerhard Kasal, Igor Karbus, Paul Matic, Oliver Rosskopf, Michael Dangl, Wojo van Brouwer, Martin Zauner, Ljubiša Lupo Grujčić, Alexander Absenger, Martin Niedermair, Claudius von Stolzmann, Patrick Seletzky, Alexander Strömer, Michael Schönborn, Lukas Spisser, Tamim Fattal
Regie Janucz Kica


16:00


Filmpremiere: FREMDENZIMMER

Eine weitere Premiere feiert am „Langen Tag der Flucht“ die Verfilmung von „Fremdenzimmer“ des österreichischen Dichters Peter Turrini. Auf der Bühne des Theaters in der Josefstadt wurde „Fremdenzimmer“ im September 2018 uraufgeführt.
Das Ensemble – Ulli Maier, Erwin Steinhauer und Tamim Fattal – erzählt über die Arbeit an dem Stück und von persönlichen Eindrücken rund um das Thema Flucht.

Inhalt:

Das hintere Kabinett muss immer frei bleiben. Wie eine Art Fremdenzimmer. Stets aufgeräumt und jederzeit beziehbar: Nur unter dieser Bedingung ist Herta damals bei Gustl eingezogen. Denn das verschwundene Kind kommt zurück. Irgendwann.
Und plötzlich steht er da, ein verlorener Sohn. Doch es ist nicht der, auf den man gewartet hat, es ist Samir, 17 Jahre und syrischer Flüchtling. Vielleicht aus Menschlichkeit oder Sentimentalität, vielleicht aber auch aus Trotz gegenüber Gustl, der Samir sofort aus der Wohnung schmeißen will, setzt Herta durch, dass der junge Mann bleiben darf. Oder muss.
Samirs Ankunft setzt einen Rückbesinnungsprozess in Gang: Der deutschen Sprache nicht mächtig, ist es seine bloße Anwesenheit, die den festgefahrenen Alltag von Herta und Gustl aufbricht und sie dazu bringt, ihre monotone Beziehung zu hinterfragen.

Mit Ulli Maier, Erwin Steinhauer, Tamim Fattal
Regie Herbert Föttinger

wussten Sie dass ...

  • bei der Eröffnung im Dezember 1960 Kirk Douglas anwesend war?
  • das Kino anfangs 900 Sitzplätze hatte?
  • das Gartenbaukino mit 736 Sitzplätzen der größte Kinosaal Wiens ist?
  • das Kino seinen Namen der "k.k. Gartenbau-Gesellschaft" zu verdanken hat, in dessen Ringstraßen-Palais das alte Gartenbau-Kino 1919 errichtet wurde?
  • das Gartenbaukino als erstes Kino Österreichs 70mm spielen konnte?
  • das Kino seit Anfang 2016 wieder 70mm spielfähig ist?
  • die Viennale bereits seit 1973 das Gartenbaukino als Spielstätte nutzt?
  • es bis Anfang der 80er Jahre vor den Vorstellungen eine Modeschau gab, wo aktuelle Kollektionen der großen Modehäuser präsentiert wurden?
  • die analogen Projektoren (Philips DP70 mit den Seriennummern 2032 und 2038) seit Eröffnung die selben und nach wie vor in Betrieb sind?
  • im Saal des Kinos 383 Glühbirnen installiert sind?
  • das Gartenbaukino als einziges Kino Österreichs mit einer Cinerama-Leinwand ausgestattet war?
  • der Preis einer Kinokarte im Gartenbaukino bei Eröffnung 1960 zwischen 12 und 40 Schilling lag?

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