Jetzt im Gartenbaukino

UNTITLED

Ein Film von Michael Glawogger und Monika Willi

A/D 2017
107 min

Regie Michael Glawogger, Monika Willi
Drehbuch Michael Glawogger, Attila Boa, Monika Willi
Kamera Attila Boa
Schnitt Monika Willi
Ton Manuel Siebert
Musik Wolfgang Mitterer

Termine

"Dieser Film soll ein Bild der Welt entstehen lassen, wie es nur gemacht werden kann, wenn man keinem Thema nachgeht, keine Wertung sucht und kein Ziel verfolgt. Wenn man sich von nichts treiben lässt außer der eigenen Neugier und Intuition."

(Michael Glawogger)

   

2014 verstarb Regisseur Michael Glawogger auf seiner ziellosen Reise durch den Balkan, Italien, Nordwest- und Westafrika bereits nach fünf Monaten an Malaria. Zwei Jahre später übernahm seine Editorin Monika Willi die Fertigstellung des Films. Mal mit scharfen Schnitten, mal sanft und leise montiert sie aus dem entstandenen Material ein faszinierendes, bildgewaltiges Dokument, unterlegt mit einem starken, aber unaufdringlichen Mix aus Original- und komponierten Tönen. UNTITLED ist ein nie zur Ruhe kommender Film über Bewegung und das Unterwegssein, über das Fremde und die Fremde. Vor allem aber, und das macht die Magie der Bilder aus und das Betrachten zu einem aufregenden Erlebnis, ist es ein Film über die Poesie des Zufalls. Eine Reise durch die Welt, um zu beobachten, zuzuhören und zu erleben – mutig, roh und offen. (Berlinale)

   

Am 3.12. 2013 brach Michael Glawogger mit einem kleinen Team auf zu einer Reise um die Welt. Ein Film sollte dabei entstehen, von dem niemand wusste, wie er aussehen, und wovon er erzählen würde. Glawogger wollte nur das aufnehmen, was ihn interessierte, berührte, beunruhigte, frei von inhaltlichen Vorgaben.

Bei den Arbeiten an seinen früheren, weltumspannenden Dokumentarfilmen MEGACITIES (1997), WORKINGMAN'S DEATH (2005) und WHORE'S GLORY (2011) hatte Glawogger immer wieder Dinge gesehen und gehört, die ihn fasziniert, aber nichts mit dem jeweiligen Thema zu tun hatten. So blieben außerordentliche Bilder unfixiert, verwehten ungewöhnliche Klänge. Bei UNTITLED sollte das anders sein. Eine Route wurde bestimmt entlang Glawoggers Erinnerungen und Sehnsuchtsorten; und was auch immer auf dem Weg passierte, sich zeigte, würde einen Platz in diesem Werk finden können. Parallel zu dem Film schrieb Glawogger zwei Blogs, in denen er seine Eindrücke, Gedanken und Träumereien wiedergab, was mal wie ein Tagebucheintrag klingen mochte und mal wie eine Kurzgeschichte.

Nach rund einem Drittel des Weges, am Ende des ersten Hauptreisestücks, Afrika, verstarb Michael Glawogger an den Folgen einer Malariainfektion. Seine langjährige Schnittmeisterin Monika Willi machte aus dem bis dahin entstandenen Material und den Blog-Texten einen Film im Geiste wie auch zum Gedächtnis Glawoggers. 

   

Kriegsverheerte Geisterstädte in Serbien, Ringer im Senegal, eine winterliche Berghütte in Italien und Goldsucher in Sierra Leone sind nur einige der Orte und Menschen, deren Bilder und Klänge hier zu einer Kinowelterfahrung verwoben wurden, Nebeneinander stehen: Einbeinige Fußballer in einem Bürgerkriegsland und ein einsam seinen Ball tretendes Mädchen in einem felsigen Nirgendwo; die Brutalität einer Schlägerei, die wie aus dem Nichts ausbrach, und die Stille einer Landschaft nach dem Genozid; das Aufstieben tausender Vögel in einem spätwinterlichen Marschland, das rastlose Schnüffeln und Bellen räudiger Köter am Rande einer Landstraße, und das geduldige Starren eines Esels auf einem Wüstenzug. Sie alle erzählen von der Gewaltigkeit und Ungeheuerlichkeit der Welt; dem Glück ein Anderer zu sein, wie auch der Erfahrung, dass es kein fernes Leid gibt und keine fremde Freude; und davon, dass man immer nur ein Gast ist auf Erden.

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  • bei der Eröffnung im Dezember 1960 Kirk Douglas anwesend war?
  • das Kino anfangs 900 Sitzplätze hatte?
  • das Gartenbaukino mit 736 Sitzplätzen der größte Kinosaal Wiens ist?
  • das Kino seinen Namen der "k.k. Gartenbau-Gesellschaft" zu verdanken hat, in dessen Ringstraßen-Palais das alte Gartenbau-Kino 1919 errichtet wurde?
  • das Gartenbaukino als erstes Kino Österreichs 70mm spielen konnte?
  • das Kino seit Anfang 2016 wieder 70mm spielfähig ist?
  • die Viennale bereits seit 1973 das Gartenbaukino als Spielstätte nutzt?
  • es bis Anfang der 80er Jahre vor den Vorstellungen eine Modeschau gab, wo aktuelle Kollektionen der großen Modehäuser präsentiert wurden?
  • die analogen Projektoren (Philips DP70 mit den Seriennummern 2032 und 2038) seit Eröffnung die selben und nach wie vor in Betrieb sind?
  • im Saal des Kinos 383 Glühbirnen installiert sind?
  • das Gartenbaukino als einziges Kino Österreichs mit einer Cinerama-Leinwand ausgestattet war?
  • der Preis einer Kinokarte im Gartenbaukino bei Eröffnung 1960 zwischen 12 und 40 Schilling lag?

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