Ab 2. Juni im Gartenbaukino

JEAN ZIEGLER - DER OPTIMISMUS DES WILLENS

Ein Film von Nicolas Wadimoff

CH 2016
92 min, OmdU

Regie Nicolas Wadimoff
Drehbuch Nicolas Wadimoff, Emmanuel Géta
Kamera Camille Cottagnoud
Schnitt Carine Sudan
Ton Carlos Ibanez Diaz
Musik Bill Laswell
Darsteller Protagonist: Jean Ziegler

Termine

Anfang der 1960er-Jahre begegnet der junge Jean Ziegler dem damals schon legendären Che Guevara bei einer internationalen Konferenz in Genf. Er ist begeistert und will mit ihm aufbrechen, um die Welt zu verändern. Doch Che Guevara überzeugt ihn, in Europa zu bleiben, um hier gegen den „Kopf des kapitalistischen Monsters“ zu kämpfen. Seither kennt er als Schriftsteller, Professor, Abgeordneter im Schweizer Parlament und Mitarbeiter der UNO keine Ruhe, um in Büchern und Vorträgen die Macht der Manager des Finanzkapitals und deren Verantwortung für den Hunger in der Welt anzuprangern.

Bis heute kämpft der 82-jährige Jean Ziegler für eine gerechtere Welt. Treu dem Versprechen, das er einst Che Guevara gegeben hatte. 2015 ist er einer der Hauptredner bei der Münchner Großdemonstration gegen den G7-Gipfel auf Schloss Elmau. Doch als er schließlich selbst nach Kuba reist, trifft er die karibische Insel im Wandel an und sieht plötzlich all seine Ideen in Frage gestellt. Ob Ziegler in seinen Bestrebungen letztlich erfolgreich sein wird? Oder wird doch das „kapitalistische Monster“, wie Guevara zu sagen pflegte, die Oberhand behalten?

JEAN ZIEGLER - DER OPTIMISMUS DES WILLENS ist ein kluges und hintersinniges Porträt des weltweit bekannten Globalisierungskritikers und Menschenrechtlers Jean Ziegler. Filmemacher Nicolas Wadimoff nähert sich dem umstrittenen Schweizer Soziologen und Weltbestsellerautor mit kritischer Empathie. Er geht mit Ziegler dahin, wohin dieser sonst nur alleine geht: zu seinen Zweifeln und Widersprüchen und zu seiner tief sitzenden Hoffnung, dass eine andere Welt möglich ist.

   


REGIEKOMMENTAR

»Als 20-Jähriger, in einer Phase, in der ich mir nicht sicher war, ob ich mich in der sandinistischen Revolution engagieren oder Film studieren wollte, nahm ich in Genf an einem Soziologieseminar von Jean Ziegler teil. Die meisten Studenten kamen aus Ländern, in denen bewaffnete Gruppen die Befreiung, die Unabhängigkeit und die Revolution propagierten. Ich sympathisierte mit ihren Ideen vom Kampf gegen Imperialismus, Kapitalismus und Faschismus und fühlte mich zugleich abgestoßen von der dogmatischen und intoleranten Haltung einiger Studenten. Und auch von Jean Ziegler selbst. Ich bin nie nach Nicaragua gegangen, aber ich habe das Jahr darauf mein Filmstudium begonnen. Dank Jean Ziegler? Oder wegen Jean Ziegler? Vermutlich beides ein wenig.

30 Jahre später stellt sich die Frage: Wie dreht man einen Film über einen Mann, den man für sein Gedankengut und die Intensität seines Engagements bewundert, der aber auch offen kritisiert wird? Insbesondere wegen der Unschärfe und Parteilichkeit, mit der er die von ihm angeprangerten Tatsachen darstellt. Wie porträtiert man einen Mann, der ohne zu zittern, die Barone des internationalen Kapitals herausfordert, aber auch seine bedingungslose Unterstützung Ex-Revolutionären zuspricht, die inzwischen Diktatoren geworden sind? Einen Mann, der wie der Phönix aus der Asche aufersteht, dessen Antrieb ein ewiges Engagement zu sein scheint, wie hoch der Preis dafür auch sein mag?

Mehr geleitet von einer kritischen Empathie als von einer kritischen Distanz, habe ich versucht, Antworten auf meine Fragen zu finden. Dank unseres gegenseitigen Vertrauens konnte ich mit ihm dahin gehen, wohin er sonst gewöhnlich allein geht: Zu seinen Zweifeln und Widersprüchen, seinen intimen Wutausbrüchen und Ängsten und zu seiner tief sitzenden Hoffnung, dass eine andere Welt möglich ist.«

Nicolas Wadimoff

   

Pressestimmen

Sensibles und kompromissloses Porträt des umstrittenen ewigen Revolutionärs.

Le Courrier

Nicolas Wadimoff kreiert die Sensation mit „Jean Ziegler – Der Optimismus des Willens“, ein komplizenhaftes und schelmisches Porträt des umtriebigen Genfer Professors.

Le Temps

Nicolas Wadimoff enthüllt einen bisher unbekannten Ziegler.

Tribune de Gèneve

Wadimoff gelingt eine Würdigung des engagierten Zeitgenossen, nicht ohne dessen Dogmatismus kritisch zu hinterfragen.

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Verleih

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wussten Sie dass ...

  • bei der Eröffnung im Dezember 1960 Kirk Douglas anwesend war?
  • das Kino anfangs 900 Sitzplätze hatte?
  • das Gartenbaukino mit 736 Sitzplätzen der größte Kinosaal Wiens ist?
  • das Kino seinen Namen der "k.k. Gartenbau-Gesellschaft" zu verdanken hat, in dessen Ringstraßen-Palais das alte Gartenbau-Kino 1919 errichtet wurde?
  • das Gartenbaukino als erstes Kino Österreichs 70mm spielen konnte?
  • das Kino seit Anfang 2016 wieder 70mm spielfähig ist?
  • die Viennale bereits seit 1973 das Gartenbaukino als Spielstätte nutzt?
  • es bis Anfang der 80er Jahre vor den Vorstellungen eine Modeschau gab, wo aktuelle Kollektionen der großen Modehäuser präsentiert wurden?
  • die analogen Projektoren (Philips DP70 mit den Seriennummern 2032 und 2038) seit Eröffnung die selben und nach wie vor in Betrieb sind?
  • im Saal des Kinos 383 Glühbirnen installiert sind?
  • das Gartenbaukino als einziges Kino Österreichs mit einer Cinerama-Leinwand ausgestattet war?
  • der Preis einer Kinokarte im Gartenbaukino bei Eröffnung 1960 zwischen 12 und 40 Schilling lag?

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