STANLEY KUBRICK - EINE WERKSCHAU

EYES WIDE SHUT

Ein Film von Stanley Kubrick

USA 1999
159 min, OmU, 2K DCP, 1.85:1

Regie Stanley Kubrick
Drehbuch Stanley Kubrick, Frederic Raphael, Basierend auf einem Roman von Arthur Schnitzler
Kamera Larry Smith
Schnitt Nigel Galt
Musik Jocelyn Pook
Ausstattung Leslie Tomkins, Roy Walker
Szenenbild John Fenner, Kevin Phipps
Kostüm Marit Allen
Darsteller Tom Cruise, Nicole Kidman, Sydney Pollack, Todd Field, Sky du Mont

Termine

Kubricks letzter Film ist sein einziger mit einer erwachsenen Frau in einer zentralen, aktiven Schlüsselrolle: Nicole Kidman als Ehefrau und Mutter, der nach und nach bewusst wird, wie sehr es das junge Mädchen in ihr ist, das verehrt und geheiratet wurde. Berühmt wurde eine Badezimmerszene, in der sie in eingekiffter Verzweiflung um Konfrontation und Einsicht kämpft, bis sie im Finale und nach überwundenen romanhaften Ehebruchsphantasien gereift zur Mentorin ihres Ehemanns werden kann. Die nach jahrelangem Grübeln vorgenommene Übertragung von Schnitzlers als kaum verfilmbar geltender „Traumnovelle“ in das bürgerliche Ärztemilieu von New York wurde so zu einer klugen Fortführung des Lolita-Themenfelds, musikalisch akzentuiert durch ausgewählte Stücke von Schostakowitsch und Ligeti.

Der Stofflogik folgend, begleitet der Film den Ehemann ausführlich auf seiner nächtlichen Odyssee durch die Stadt, bei der er sich erotischen Versuchungen aussetzt oder ausgesetzt sieht, welche oft einen pädophilen Touch haben. Hauptdarsteller Tom Cruise musste seinen bekannten Hang zur Motorik zügeln, seine maskenhafte Mimik passte jedenfalls punktgenau zu einem Charakter, der sich bedeckt hält und zögert, weil er den Umständen oder sich selbst nicht traut. Diese Psychologisierung ist naturalistisch gehalten – und steht in schillerndem Kontrast zu den entschieden fantastischen bis zitiert wirkenden Elementen, welche die Stationen seiner Odyssee bestimmen.

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wussten Sie dass ...

  • bei der Eröffnung im Dezember 1960 Kirk Douglas anwesend war?
  • das Kino anfangs 900 Sitzplätze hatte?
  • das Gartenbaukino mit 736 Sitzplätzen der größte Kinosaal Wiens ist?
  • das Kino seinen Namen der "k.k. Gartenbau-Gesellschaft" zu verdanken hat, in dessen Ringstraßen-Palais das alte Gartenbau-Kino 1919 errichtet wurde?
  • das Gartenbaukino als erstes Kino Österreichs 70mm spielen konnte?
  • das Kino seit Anfang 2016 wieder 70mm spielfähig ist?
  • die Viennale bereits seit 1973 das Gartenbaukino als Spielstätte nutzt?
  • es bis Anfang der 80er Jahre vor den Vorstellungen eine Modeschau gab, wo aktuelle Kollektionen der großen Modehäuser präsentiert wurden?
  • die analogen Projektoren (Philips DP70 mit den Seriennummern 2032 und 2038) seit Eröffnung die selben und nach wie vor in Betrieb sind?
  • im Saal des Kinos 383 Glühbirnen installiert sind?
  • das Gartenbaukino als einziges Kino Österreichs mit einer Cinerama-Leinwand ausgestattet war?
  • der Preis einer Kinokarte im Gartenbaukino bei Eröffnung 1960 zwischen 12 und 40 Schilling lag?

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