Jetzt im Gartenbaukino

ELLE

Ein Film von Paul Verhoeven

F/D/B 2016
130 min, OmU

Regie Paul Verhoeven
Drehbuch David Birke
Kamera Stéphane Fontaine
Schnitt Job ter Burg
Ton Jean-Paul Mugel, Alexis Place, Katia Boutin
Musik Anne Dudley
Ausstattung Laurent Ott
Kostüm Nathalie Raoul
Darsteller Isabelle Huppert, Laurent Lafitte, Anne Consigny, Charles Berling, Virginie Efira

Termine

Mit Ende Siebzig ist Paul Verhoeven nach mehr als 15 Jahren zum Genrefilm zurückgekehrt - und hat für ELLE nach einer gefeierten Weltpremiere in Cannes die vielleicht besten Kritiken seiner langen Karriere bekommen. Das verdankt Verhoeven nicht zuletzt Isabelle Huppert, die einer fast unmöglichen Rolle absolute Glaubwürdigkeit verleiht.

ELLE beginnt mit einer verstörenden Szene, in der ein maskierter Fremder in das Haus von Michèle, einer Frau Mitte 50, eindringt, und sie vergewaltigt. Sie reagiert im Verlauf des weiteren Geschehens irritierend ungerührt, wie ihr Freundeskreis befindet. Sie verständigt die Polizei nicht und verfolgt offenbar ihren eigenen Plan. Im Modus eines Mystery-Thrillers, elektrisierend, sarkastisch verbrämt und gänzlich frei von Sentimentalitäten, nähert sich Verhoeven dem Leben dieser Frau. Ihr Vater ein Serienmörder im Gefängnis, ihre eigene Kindheit ein ungesundes Kraftfeld, dessen Energien bis in die Gegenwart strahlen. Heute ist Michèle Unternehmerin, die Games mit gewalttätigen, erotisierten Inhalten produziert.

Verhoeven setzt ELLE als dunkel schimmernde Farce in Szene, deren Protagonistin von Isabelle Huppert kühl, mit rebellischer Note und in Verweigerung einer Opferrolle dargestellt wird. Ein weiterer Grenzgang, zu dem Verhoeven sein Publikum einlädt.

   

ELLE wurde von der Filmkritik mehrfach als "rape comedy" bezeichnet. Ein Label, das Verhoeven zurückweist. Er habe keine Komödie über eine Vergewaltigung gemacht, sondern es stünden die sexuelle Gewalt und Elemente einer Komödie nebeneinander. Die mediale Rezeption verweist auf die bewusst feinen Trennlinien, die Verhoeven in seinen Dramaturgien zieht. Zwischen provokant gesetzten Klischees und den Bedeutungen dahinter ist wie üblich viel Platz für (kalkulierte) Missinterpretationen.

Grundlage für das Drehbuch war der preisgekrönte Roman "Oh..." von Philippe Djian ("Betty Blue").

   

Pressestimmen

Paul Verhoevens ELLE ist ein brillant-abgründiges, progressives, sauvergnügliches Spiel mit den Regeln des Thriller-Genres, der Rolle der Frau und dem guten Geschmack – anspruchsvoll, nie vorhersehbar und bis zur Schmerzgrenze politisch unkorrekt.

Filmstarts.de

Das Beeindruckende und Überraschende an diesem Film ist die Art, mit der Verhoeven seinen Stil und seine Weltsicht an einen typisch französischen Film anpasst: Es gibt verschiedene Liebhaber, Familienkrisen, furchtbare Eltern – in diesem Fall ein Vater, der einen Massenmord beging, als Michèle ein Mädchen war – und ein gewisses je ne sais quoi, das einen alles, selbst eine brutale, einschneidenden Attacke mit Vorsicht genießen lässt.

Hollywood Reporter

Ein hochriskanter Stoff liefert unerwarteten Lohn in diesem bemerkenswerten Rape-Revenge-Drama, einem möglichen Karriere-Highlight für Paul Verhoeven.

Variety

Die Spannung in ELLE kommt weniger von Verhoeven selbst, sondern von Huppert, die es schafft, in jedem Moment extrem kontrolliert und vollkommen unvorhersehbar zu sein. Nicht nur, dass man nicht weiß, was sie als nächstes tun wird, man bekommt den Eindruck, dass es selbst Michèle nicht weiß. Dass sie von ihren Instinkten zu einer spirituellen Reinigung geleitet wird, die sie selbst nicht vollständig versteht.

BBC

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wussten Sie dass ...

  • bei der Eröffnung im Dezember 1960 Kirk Douglas anwesend war?
  • das Kino anfangs 900 Sitzplätze hatte?
  • das Gartenbaukino mit 736 Sitzplätzen der größte Kinosaal Wiens ist?
  • das Kino seinen Namen der "k.k. Gartenbau-Gesellschaft" zu verdanken hat, in dessen Ringstraßen-Palais das alte Gartenbau-Kino 1919 errichtet wurde?
  • das Gartenbaukino als erstes Kino Österreichs 70mm spielen konnte?
  • das Kino seit Anfang 2016 wieder 70mm spielfähig ist?
  • die Viennale bereits seit 1973 das Gartenbaukino als Spielstätte nutzt?
  • es bis Anfang der 80er Jahre vor den Vorstellungen eine Modeschau gab, wo aktuelle Kollektionen der großen Modehäuser präsentiert wurden?
  • die analogen Projektoren (Philips DP70 mit den Seriennummern 2032 und 2038) seit Eröffnung die selben und nach wie vor in Betrieb sind?
  • im Saal des Kinos 383 Glühbirnen installiert sind?
  • das Gartenbaukino als einziges Kino Österreichs mit einer Cinerama-Leinwand ausgestattet war?
  • der Preis einer Kinokarte im Gartenbaukino bei Eröffnung 1960 zwischen 12 und 40 Schilling lag?

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