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DAS GROSSE MUSEUM

Ein Film von Johannes Holzhausen

A 2014
94 min, DF & OV with english subtitles, digital, 1,85:1

Regie Johannes Holzhausen
Drehbuch Johannes Holzhausen, Constantin Wulff
Kamera Joerg Burger, Attila Boa
Schnitt Dieter Pichler

Termine



Der Kinodokumentarfilm DAS GROSSE MUSEUM ist ein neugieriger, verschmitzt humorvoller Blick hinter die Kulissen einer weltberühmten Kulturinstitution. Über zwei Jahre hat sich Regisseur Johannes Holzhausen im Kunsthistorischen Museum in Wien mit seinem Filmteam umgesehen. In aufmerksamem Direct Cinema-Stil – kein Off-Kommentar, keine Interviews, keine Begleitmusik – beobachtet der Film die vielgestaltigen Arbeitsprozesse, die daran mitwirken, der Kunst ihren rechten Rahmen zu geben. Die Kette ineinander greifender Rädchen reicht von der Direktorin zum Reinigungsdienst, von den Transporteuren zur Kunsthistorikerin.


Der Film zeigt routinierte Handgriffe, vor allem aber lebhafte Mikrodramen, in denen die Arbeitskräfte als Protagonistinnen und Protagonisten hervortreten: Eine Restauratorin ist der Geschichte eines mehrfach bearbeiteten Rubens-Gemäldes auf der Spur; ein anderer verzweifelt ausdrucksstark an der Reparatur eines Modellschlachtschiffs. Eine Frau vom Publikumsdienst fühlt sich am Haus nicht integriert; ein verdienter Sammlungsleiter wird in den Ruhestand verabschiedet. Eine Kunsthistorikerin erlebt Aufregung und Frustration einer Auktion; der kaufmännische Leiter empfindet die „3“ auf einem Plakatmotiv als zu „bissig“. So entsteht nicht nur das Portrait einer staatlichen Kultureinrichtung, die ihre Integrität mit Budgetvorgaben und Konkurrenzdruck ausbalancieren muss.

 

Unangestrengt stellt DAS GROSSE MUSEUM auch weiter reichende Fragen: Wie lässt sich vermitteln zwischen der Bewahrung der Werke und ihrer zeitgemäßen Präsentation? Welche Zwecke hat Kunst für die Selbstdarstellung einer Nation in Politik und Tourismus zu erfüllen?

Dem Dokumentaristen Johannes Holzhausen gelingt ein behutsames Gleichgewicht zwischen dem einzelnen Moment und der übergreifenden Erzählbewegung, das schon seine frühere Arbeiten auszeichnete. Die präzise Kamera (Joerg Burger, Attila Boa) und der pointierte Schnitt (Dieter Pichler) dienen der geduldigen Beobachtung und Reflexion, so wie die Protagonisten sich im Dienst einer Institution verstehen, die sie überdauern wird. Darin ist DAS GROSSE MUSEUM auch ein Film über Zeitlichkeit und Vergänglichkeit: Er setzt den tagtäglichen Betrieb in Bezug zur Tradition des Hauses, die in der Habsburger-Monarchie fußt, und zum Anspruch der Kunstobjekte auf Zeitlosigkeit.


SPECIAL „DAS GROSSE MUSEUM“

Mit einer KHM Eintrittskarte bekommen Sie eine Ermäßigung von 1€ auf eine Kinokarte für DAS GROSSE MUSEUM im Gartenbaukino.
Mit einer Kinokarte für DAS GROSSE MUSEUM im Gartenbaukino erhalten Sie 2€ Ermäßigung auf einer KHM Jahreskarte (32€ statt 34€).

 

VORFILM 

zu DAS GROSSE MUSEUM
In Kooperation mit Cinema Next

REIGN OF SILENCE
von Lukas Marxt, A 2013, 7:20 min

 

Das große Museum zeigt große Kunst. Lukas Marxt führt uns auf ironische und bemerkenswert einfache Weise vor, wie diese entstehen kann: Eine unberührte, unwirtliche und unwirkliche Landschaft. Das alleine schon ein imposantes, wie gemaltes Bild. Lukas Marxt macht aus diesem Naturschauspiel noch etwas anderes. Der menschliche Eingriff ist minimal – und wird in Reign of Silence offen dargelegt –, er schlägt jedoch Wellen: am Ende ist die Landschaft wieder Landschaft, aber über sie gelegt hat sich: die Kunst. 

 

CINEMA NEXT ist eine Initiative für das Kino von morgen. Junge Filmkunst aus Österreich soll im Kino zu sehen sein, mit Vorfilmen, Filmnächten und Filmpremieren. www.cinemanext.at

Verleih

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wussten Sie dass ...

  • bei der Eröffnung im Dezember 1960 Kirk Douglas anwesend war?
  • das Kino anfangs 900 Sitzplätze hatte?
  • das Gartenbaukino mit 736 Sitzplätzen der größte Kinosaal Wiens ist?
  • das Kino seinen Namen der "k.k. Gartenbau-Gesellschaft" zu verdanken hat, in dessen Ringstraßen-Palais das alte Gartenbau-Kino 1919 errichtet wurde?
  • das Gartenbaukino als erstes Kino Österreichs 70mm spielen konnte?
  • das Kino seit Anfang 2016 wieder 70mm spielfähig ist?
  • die Viennale bereits seit 1973 das Gartenbaukino als Spielstätte nutzt?
  • es bis Anfang der 80er Jahre vor den Vorstellungen eine Modeschau gab, wo aktuelle Kollektionen der großen Modehäuser präsentiert wurden?
  • die analogen Projektoren (Philips DP70 mit den Seriennummern 2032 und 2038) seit Eröffnung die selben und nach wie vor in Betrieb sind?
  • im Saal des Kinos 383 Glühbirnen installiert sind?
  • das Gartenbaukino als einziges Kino Österreichs mit einer Cinerama-Leinwand ausgestattet war?
  • der Preis einer Kinokarte im Gartenbaukino bei Eröffnung 1960 zwischen 12 und 40 Schilling lag?

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