Ab 29. September 2017 im Gartenbaukino

CHUZPE

Ein Film von Peter Ily Huemer

A 2017
88 min, OmU, digital

Regie Peter Ily Huemer
Drehbuch Peter Ily Huemer
Kamera Christian Mitterbauer, Kirk Heflin
Schnitt Kirk Heflin
Ton Robert Perner, Johannes Heilig
Musik Chuzpe, Dirt Shit, Pöbel, Blümchen Blau
Darsteller Robert Wolf, Stefan Wildner, Martin Biro, Titanilla Eisenhart, Ronnie Urini, Doris Harasek

Termine

Als erste Punkband knallt Chuzpe in die „tote Stadt“. Peter Ily Huemer verdichtet Anekdoten ehemaliger Szeneakteur/innen und intime Erinnerungen an die Band zum zutiefst wienerischen Porträt des hiesigen Underground, der sich Jahrzehnte später als Avantgarde entpuppt haben wird – eine lustvolle Reminiszenz an Punk, New Wave und eine Wiener Jugend, die die Chuzpe besaß, sich mit dem Repertoire von drei Akkorden auf eine Bühne zu stellen.

 

Punk ist Lebenseinstellung, klare Ansage und Haltung: gegen die einengende Gesellschaft, die Elterngeneration, Langeweile und Mief. Allen voran prägt Wiens erste Punkband Chuzpe (jiddisch: Unverfrorenheit) rund um Robert „Räudig“ Wolf dieses neue Lebensgefühl. Peter Ily Huemer setzt den jungen Wilden ein filmisches Denkmal, ohne dabei in Nostalgie zu verfallen. Das Gegenteil ist der Fall. Es sind vor allem die teils widersprüchlichen Anekdoten, undogmatisch wie die Szene selbst, aus denen Huemer ein Porträt montiert, das weit über die Bandgeschichte von Chuzpe hinausweist und doch immer wieder darauf zurückkommt: von den zögerlichen Anfängen – „Es gab damals vielleicht fünf Punks in Wien“ – über legendäre Songs wie „Beislanarchie“, die beginnende Kommerzialisierung einhergehend mit einem Plattenvertrag beim Falco-Label GIG-Records und einer Ö3-Chartplatzierung und stilistische Weiterentwicklungen bis zur Auflösung der Band.
Schwarz-Weiß-Fotos
, die Exzess, Rausch, Krawallmacherei gleichermaßen wie Freundschaft, Sanftmütigkeit und Zärtlichkeit konserviert haben, entpuppen sich – körnigen Konzertmitschnitten zur Seite gestellt – als Suchbilder, auf denen die einzelnen Protagonist/innen zu finden sind.

Ein Film über ein anderes Wien und seine Pionier/innen, über Träume und Traumata, Leid und Leidenschaften, Aufbrüche und Abgründe, Schaffen und Scheitern, Mode und Verzweiflung; über eine Stadt, an der sich die Jugend reibt, von der sie zugleich maßgeblich mitgeprägt wurde. Und natürlich über den Punk und die Chuzpe.

(Diagonale Katalog 2017)

Verleih

Links

wussten Sie dass ...

  • bei der Eröffnung im Dezember 1960 Kirk Douglas anwesend war?
  • das Kino anfangs 900 Sitzplätze hatte?
  • das Gartenbaukino mit 736 Sitzplätzen der größte Kinosaal Wiens ist?
  • das Kino seinen Namen der "k.k. Gartenbau-Gesellschaft" zu verdanken hat, in dessen Ringstraßen-Palais das alte Gartenbau-Kino 1919 errichtet wurde?
  • das Gartenbaukino als erstes Kino Österreichs 70mm spielen konnte?
  • das Kino seit Anfang 2016 wieder 70mm spielfähig ist?
  • die Viennale bereits seit 1973 das Gartenbaukino als Spielstätte nutzt?
  • es bis Anfang der 80er Jahre vor den Vorstellungen eine Modeschau gab, wo aktuelle Kollektionen der großen Modehäuser präsentiert wurden?
  • die analogen Projektoren (Philips DP70 mit den Seriennummern 2032 und 2038) seit Eröffnung die selben und nach wie vor in Betrieb sind?
  • im Saal des Kinos 383 Glühbirnen installiert sind?
  • das Gartenbaukino als einziges Kino Österreichs mit einer Cinerama-Leinwand ausgestattet war?
  • der Preis einer Kinokarte im Gartenbaukino bei Eröffnung 1960 zwischen 12 und 40 Schilling lag?

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